Weltmeisterschaft bietet Vorgeschmack auf Olympia 2020
OÖ. Erstmals um Quotenplätze für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 in Tokio paddeln vier oberösterreichische Kanuten bei der Weltmeisterschaft im ungarischen Szeged von 21. bis 25. August.

Die rotweißroten Aushängeschilder Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz aus Linz sowie der Altenberger Parakanute Markus Mendy Swoboda benötigen jeweils eine Platzierung unter den besten sechs Nationen, um sich vorzeitig das Ticket für Japan zu sichern. Erstmals bei einer Weltmeisterschaft mit von der Partie ist auch der 26-jährige Manfred Pallinger.
Intensive Trainingswochen
Lehaci/Schwarz bereitete sich zuletzt vier Wochen in Slowenien mit Coach Stjepan Jani sowie dem neuseeländischen und slowenischen Nationalteam intensiv auf die Titelkämpfe in Ungarn vor. „Wir haben richtig gut trainiert und sind mehr im Zweier gefahren als sonst. Die Bedingungen waren optimal und wir sind topfit“, bestätigt das Duo.
Realistische Zielsetzungen
Für einen Olympia-Quotenplatz im K2 über 500 Meter müssen es die Oberösterreicherinnen in die Top-Sechs schaffen. Nach den Plätzen neun und sechs bei den heurigen Weltcups und Rang acht bei den European Games in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sollte dieses Ziel durchaus erreichbar sein. „Wir werden alles daransetzen, aber ob es sich ausgeht, hängt auch viel von der Tagesverfassung und einem Funken Glück ab. Wir holten beim Weltcup in Szeged vergangenes Jahr die Silbermedaille. Das gibt uns ein gutes Gefühl und die Strecke liegt uns“, bestätigt Schwarz. Um mehr Rennpraxis zu bekommen, startet die 34-Jährige auch im Kajak-Einer (K1) über 500 Meter.
Ticket für 2020 nicht in Sicht
Um ein Ticket für Tokio geht es auch für den letztjährigen WM-Vierten Swoboda als Paralympics-Silbermedaillengewinner 2016. Hingegen ist eine Olympiateilnahme Pallingers noch außer Reichweite. Als Ziel gibt der Wahl-Linzer den Einzug in das B-Finale über 1.000 Meter an.


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