Unruhe in Linzer Eishockey-Fanszene: Facebook-Postings sorgen für Ärger

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Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 02.06.2020 19:46 Uhr

LINZ. Drei aktuelle Postings des neuen Fanclubs „Black Wings Fanclub Loyals“ sorgen bei den Vertretern der drei Fanclubs Overtime, Powerplay Enns und Bully:Absolut für Unmut. Als Reaktion veröffentlichten diese dazu vor kurzem einheitliche Statements.

Liebe Mitglieder vom Fanclub Overtime/Fanclub Powerplay Enns/Eishockeyfanclub Bully:Absolut! Euer Fanclub Vorstand hat sich von den Black Wings abgewendet und unterstützt nun einen anderen Verein (siehe Statement eigene Webseite). Solltet Ihr damit nicht einverstanden sein und weiter zu den Black Wings stehen, könnt ihr euch gerne bei uns melden“ - so lauten die besagten Postings auf der Facebook-Seite des neuen Fanclubs, der „Black Wings Fanclub Loyals“, die sich an die Fans der jeweiligen, angesprochenen Fanclubs richten sollen. Bei vielen von diesen sorgen diese Postings jedoch vor allem für eines: für Verärgerung.

Fanclub-Obmänner veröffentlichen Statement

Auch an den Obmännern der drei Fanclubs sind die Beiträge nicht spurlos vorübergegangen. In einem langen Statement haben diese vor kurzem zu den Beiträgen ein einheitliches Statement auf ihren Fanclub-Facebook-Seiten abgegeben. In diesem wird nicht nur eine Klarstellung über die Entscheidung, den neuen Verein zu unterstützen, veröffentlicht, sondern es wird auch scharfe Kritik am Vorgehen des neuen Fanclubs geübt:

Liebe Fanclubmitglieder,

seit Wochen ist es rund um das Linzer Eishockey ruhiger geworden. Gut so, wie wir finden. Wir Obmänner dachten, die Schlammschlachten sind jetzt mal vorbei und man setzt sich wieder an einen Verhandlungstisch bzw. hat das schon getan. Wir haben Informationen, dass diese Gespräche teilweise sehr konstruktiv waren, aber natürlich noch viele Dinge zu klären sind.

Jetzt scheint es manchen Beteiligten doch zu ruhig zu sein. Neue Fronten tun sich auf. Neues Angriffsziel sind jetzt wir Fanclubobmänner. Oder hatten wir das nicht schon? Wer Facebook verfolgt, hat sicher bemerkt, dass ein neuer Fanclub der Black Wings, nämlich der “Black Wings Fanclub Loyals„, entstanden bzw. am Entstehen ist. Wer sich dahinter verbirgt ist nicht ersichtlich und man bekommt auch auf Nachfrage keine Informationen. Am Wochenende wurden für diesen “Fanclub„ Vereinsfunktionäre (Obmann, Kassier/Schriftführer) u.a. von Gregor Baumgartner via WhatsApp-Aussendung gesucht. Das ist vielleicht unorthodox, aber rechtens. Aber, dass in der jetzigen Situation versucht wird unter unseren Mitgliedern “Wechselwillige„ abzuwerben, ist eine mehr als dubiose Vorgehensweise. Aber dazu soll sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Dass uns Personen aus dem neuen Management der Black Wings persönlich nicht sympatisch finden, können wir nicht ändern. Wir haben uns zwar nur einmal getroffen und versucht zu vermitteln - leider erfolglos. Aber ist diese Scheiß-Situation von uns verursacht worden? Sicher nicht!

Die heutigen Postings auf der Facebook-Seite der Loyals, gerichtet an eine Gruppe von 1.000 treuen Fans, mit dem Hinweis, dass sich die Vorstände der Fanclubs von den Black Wings abgewendet hätten um einen anderen Verein zu unterstützen, wird von uns mit aller Vehemenz zurückgewiesen. Was macht es in der derzeitigen Situation eigentlich für einen Sinn, noch mehr Verunsicherung in das Linzer Fangeschehen zu bringen? Wie hilfreich ist das für die Linzer Fankultur? Genau so hilfreich wie neuartige Viren.

Zwei Richtigstellungen:

1. Wir Obmänner haben alleine entschieden und nicht der jeweils gesamte Fanclub-Vorstand. Zum damaligen Zeitpunkt sind wir dem Wunsch der Beteiligten nachgekommen, dieses Thema geheim zu halten und nicht den gesamten Vorstand zu involvieren. Seit dieser Zeit wissen wir auch was das Wort “Geheim„ bedeutet: “Geh heim und sag es jedem„. Die Fanclub-Vorstände wurden erst danach über beschlossene Vorgehen informiert und waren danach auch einstimmig einverstanden.

2. Wir sind treue Fans des Linzer Eishockeys und lassen uns nicht zwischen persönlichen Befindlichkeiten zerreiben. Wir haben das Linzer Eishockey nicht gesprengt. Im Gegenteil: Uns hat man mitten auf die Kanone gesetzt.

Also unsere Bitte: Lasst doch die offiziellen Fanclubs bei euren Machtspielchen außen vor.

Nachdem die COVID-19-Maßnahmen gelockert werden und wir uns jetzt wieder treffen dürfen, wird jeder Fanclub eine ordentliche Generalversammlung einberufen (Newsletter erfolgt die nächsten Tage) und die Mitglieder entscheiden lassen. Aber worüber sollen wir eigentlich entscheiden? Mit Sicherheit nur über ein professionelles Eishockey in Linz. Da wird's sicher 100% Zustimmung geben. Aber ist jetzt schon klar, wie dieses aussieht? Sollte sich aber herausstellen, dass wir Obmänner/Vorstände keine Rückendeckung unserer Mitglieder in unserer Vorgehensweise haben, werden wir unsere Posten räumen. Versprochen!

Und gerade deswegen: Amoi Linza, imma Linza!

 

 

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