Montag 20. Mai 2024
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LINZ. Mit der „Eishockeyspielerinnen Union“ hat sich jetzt auch im österreichischen Eishockey eine eigene Spielergewerkschaft formiert. Einer der Akteure dabei ist Philipp Lukas, Ex-Kapitän der Black Wings. Tips hat sich mit dem ehemaligen Stürmer über die Ziele der Gewerkschaft unterhalten.

 (Foto: BWL/Eisenbauer)
(Foto: BWL/Eisenbauer)

Beratung, Betreuung und Rechtsschutz: So lauten die drei zentralen Punkte der vor kurzem gegründeten „Eishockeyspielerinnen Union“. An ihrer Spitze stehen drei ehemalige Spieler: Ex-KAC-Crack Patrick Harand, Alexander „Sascha“ Tomanek – auch bekannt als TV-Eishockeyexperte – und Philipp Lukas, vormals Kapitän der Linzer Black Wings. Letzterer wurde im Sommer von Tomanek angerufen und für die Spielergewerkschaft angeworben. Die Grundidee der Spielergewerkschaft stamme dabei von Patrick Harand, erzählt Lukas im Gespräch mit Tips. „Wir haben dann als Trio mit der Unterstützung von Gernot Baumgartner von der Younion die Vorarbeit geleistet und haben uns mit den Spielern abgestimmt und dann ein Meeting in Salzburg mit den Spielern gehabt.“ Mit Erfolg: Mit mittlerweile zirka 120 Mitgliedern erhält die Gewerkschaft viel positiven Zuspruch.

Spielern ein Wort geben

„Unsere Ziele sollen sein, dass wir vor allem den Spielern ein Wort geben“, sagt Lukas über die Arbeit der Gewerkschaft. Immer wieder sei es auch während seiner aktiven Karriere passiert, dass Entscheidungen getroffen worden seien, ohne Miteinbezug der Meinung der Spieler, der eigentlichen Akteure. „Und wir hoffen natürlich, dass wir da in der Zukunft einen Schritt machen können, dass die Spieler auch gehört werden, wenn in Zukunft Entscheidungen über das Österreichische Eishockey getroffen werden.“

Die Spieler sollen dabei übrigens nicht nur betreut werden, wenn es um die aktive Karriere, sondern auch um das Leben danach geht. Es gehe also nicht nur um den Athleten, sondern vor allem um den Menschen. Denn, so betont auch Lukas, irgendwann sei es mit dieser Karriere nun einmal vorbei. Für diesen Fall verfüge man schon jetzt über viele erfahrene Ex-Spieler, wie etwa Reinhard Divis, die den Übergang zum „normalen“ Leben geschafft hätten und die Spieler entsprechend beraten können.

Zusätzlich wollen die Vertreter der Gewerkschaft hier auch zukünftig mit verschiedensten Projekten ansetzen, etwas was das Ermöglichen von Ermäßigungen bei Fortbildungskursen, bei Schulungen oder Lehrgängen betrifft.

Rechtsschutz für Mitglieder

Mitglieder der Gewerkschaft verfügen außerdem auch über einen Rechtsschutz. „Wir alle können uns vorstellen, dass nicht immer alles korrekt vorgeht und am Ende einer Karriere leidet dann trotzdem der Athlet darunter“, so Lukas, der aber auch betont, dass es nicht darum gehe, sich streiten zu wollen. Jedoch sei es das Ziel, eine gewisse Linie, etwas was die Anmeldungen der Spieler betrifft, – und auf lange Sicht einen Kollektivvertrag – zu schaffen.

Was Lukas auch noch betont: Das Ganze werde leben oder sterben mit dem Einsatz der Spieler. Und: „Wir haben genug verschlafen im österreichischen Eishockey, die Gewerkschaft sollten wir nicht verschlafen.“


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