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LINZ. Mit der Idee, ein Bindeglied für die Szene zu schaffen, hat die frühere Meisterschaftstänzerin Lisa Atzmüller den Verein OneBeatOneSoul in Linz gegründet. Unterrichtet werden urbane Tanzstile wie Hip-Hop, Popping, Locking oder Breaking, daneben aber auch Commercial und Contemporary. Dafür hat sie sich auch Paul Schmidtberger ins Boot geholt, Bronze-Gewinner bei der ersten offiziellen Breaking-Staatsmeisterschaft. 

Paul Schmidtberger trainiert im Breaking-Nationalkader. (Foto: Bettina Hüttner)
  1 / 2   Paul Schmidtberger trainiert im Breaking-Nationalkader. (Foto: Bettina Hüttner)

Lisa Atzmüller kam mit sechs Jahren zum Tanzen. Nach mehreren Jahren im Showdance entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Breaking und später für alle weiteren urbanen Tanzstile. Mehrere erste Plätze bei Meisterschaften in der Kategorie Urban Dance krönten dabei ihren Weg. „Ich habe zwar auch in die Battles-Szene reingeschnuppert, aber mein Zuhause war immer die Bühne“, erzählt die 32-jährige Juristin.

2018 zog sich Atzmüller dann komplett aus der Szene zurück: „Dass ich mit dem Tanzen aufhöre, war nie ein Thema, aber ich brauchte den Abstand, um herauszufinden, was ich will.“ Bis ihr Anfang 2020 die Idee kam, etwas Eigenes zu starten.

Bronze-Medaillengewinner mit an Bord

Um auch die Battles-Schiene wirklich authentisch anbieten zu können, hat sich die Linzerin Paul Schmidtberger ins Boot geholt. Der 29-Jährige hat bei der ersten offiziellen Breaking-Staatsmeisterschaft im vergangenen Sommer Bronze gewonnen und ist im Nationalkader. Sein Ziel sind die Olympischen Spiele in drei Jahren in Paris, bei denen Breaking erstmals eine olympische Disziplin sein wird. Für die Idee, dass „die Älteren in Linz was starten“, konnte sich der Sozialpädagoge sofort begeistern.

Szene greifbar machen für Groß und Klein

Herausgekommen ist ein Verein mit aktuell vier Trainern, der seinen Schülern, ob groß oder klein, ein Gesamtpaket ermöglichen möchte. „Wir wollen sie mit unserem Wissen dorthin begleiten, wo es sie hinzieht, egal welcher Stil“, sind sich die beiden Linzer einig. Dazu gehört auch mit ihnen auf Meisterschaften zu fahren ebenso wie auf Battles, egal ob zum Zuschauen oder zur Teilnahme. „Es soll nicht nur so sein, dass die Kinder halt montags von 17 bis 18 Uhr tanzen gehen. Wir möchten sie in eine Tanzszene einführen, die so viel zu bieten hat“, betont Atzmüller.

Schmidtberger sieht im Verein auch die Chance, „die Szene für den Nachwuchs zu öffnen. Es ist ansonsten schwierig, einen Zugang zu finden, ohne jemanden über fünf Ecken zu kennen.“ Das weiß auch Lisa Atzmüller: „Für jemanden, der noch nicht in der Szene verankert ist, ist sie schwer greifbar. Gerade auch für Eltern.“ Für die der Verein im Übrigen genauso Angebote parat hält. „Es muss nicht um Choreografien oder Wettbewerbe gehen, es reicht, Spaß daran zu haben, sich zur Musik zu bewegen, einfach abends mal eine Stunde lang zu tanzen als Ausgleich zum Tag“, lacht Atzmüller.

Geplant sind auch Kooperationen mit Schulen und Jugendzentren, genauso wie mit anderen Vereinen. „Wir möchten Veranstaltungen oder auch Openfloors anbieten, also offene Trainings, wo die Leute einfach zum Trainieren hinkommen können“, so Schmidtberger. Auch bereits langjährige aktive Tänzer sind willkommen. „Jeder, der dabei sein möchte, soll dabei sein“, so Schmidtberger.

Mehr Infos zu Kursangeboten, Schnupperstunden, die Trainer etc. auf www.onebeatonesoul.at bzw. an office@onebeatonesoul.at

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