LINZ. Die Feinstaubgrenzwerte wurden die ganze letzte Woche überschritten – am Samstag sogar um mehr als das Doppelte. Über Verbesserungsmöglichkeiten wird daher zur Zeit heiß debattiert.
Insgesamt darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an maximal 25 Tagen pro Jahr überschritten werden – dieses Jahr waren es bis inklusive Montag schon 13. In Linz ist der Hauptverursacher der KFZ-Verkehr – mit über 80 Prozent. Verbrennungsprozesse, in der Industrie und Kraftwerken sowie bei privaten Heizungen, tun ihr übriges. Die grüne Gemeinderätin Gerda Lenger forderte daher die zwei großen Verkehrsprojekte – Westring und Ostumfahrung – zu begraben, um eine weitere Verschärfung der Situation zu vermeiden. Sie plädiert stattdessen für einen Ausbau der Öffis. Verkehrsreferentin Karin Hörzing ist zwar für den Ausbau der Öffis, kann dem Vorschlag ansonst aber nichts abgewinnen: „Die Feinstaubbelastung hat ihre Ursache nicht nur im Individualverkehr, sondern in bedeutendem Ausmaß auch in der Industrie und im Betrieb von Heizanlagen.“ Ebenfalls wenig begeistert von Lengers Vorschlag zeigt sich die FPÖ. Die freiheitliche Gemeinderätin Anita Neubauer wirft der Grünen Umweltstadträtin Schobesberger vor, seit Jahren nichts unternommen zu haben und will diese auffordern, dem Gemeinderat einen Luftreinhalteplan nach Münchener Vorbild vorzulegen. Umweltlandesrat Rudi Anschober fordert den Ausbau der Öffis und stellt fest: „Wir haben viel erreicht bei der Absenkung der Feinstaubemissionen aus der Industrie um 1.700 Tonnen jährlich, auch beim Hausbrand durch die Umsetzung der Energiewende. Es fehlt also der Verkehr.“
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