Mehrere hundert Menschen demonstrierten heute Nachmittag vor dem Linzer Landhaus gegen befürchtete Einsparungen im Sozialbereich. Die GPA geht von Einsparungen in Höhe von 25 Millionen Euro aus, 500 Arbeitsplätze sollen dadurch gefährdet sein.

Die Demonstrationsteilnehmer fürchten um Arbeitsplätze, aber auch um die Leistungen im Sozialbereich. Die Einsparungen bedeuteten mehrere hundert Arbeitsplätze weniger und erhöhten Arbeitsdruck auf die verbleibenden Mitarbeiter, so AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer bei der Veranstaltung. Dies würde sich natürlich auch negativ auf die Leistungen im Sozialbereich auswirken, so Kalliauer weiter. Andreas Stangl, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp OÖ fordert mehr Respekt für die Leistung der Menschen, die im Sozialbereich arbeiten. „Die ständige Angst um ihren Arbeitsplatz wirkt sich äußerst demoralisierend auf die Beschäftigten in den betroffenen Vereinen aus“, so Stangl. Landeshauptmann Josef Pühringer bekennt sich zur Verantwortung der Politik für den Sozialbereich. „Es ist klar, dass es vor allem aufgrund der demographischen Entwicklung im gesamten Sozialbereich auch in den nächsten Jahren weitere Steigerungen geben wird“, so Pühringer, der auf Gespräche setzt. „Ich habe daher bereits im Vorfeld der heutigen Demonstration der „Allianz zur Chancengleichheit für Menschen mit Beeinträchtigung“ gemeinsam mit Soziallandesrätin Gertraud Jahn zu Gesprächen eingeladen, die Termine stehen fest“, unterstreicht der Landeshauptmann. Soziallandesrätin Gertraud Jahn betont ihr Verständnis für die Protestmaßnamen und fordert mehr Mittel für die Behindertenhilfe. „Die demografische Entwicklung bei Menschen mit Beeinträchtigungen ist ähnlich dynamisch wie die Alterung bei der Gesamtbevölkerung. Dies hat zur Folge, dass es stark steigende Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen gibt. Ohne zusätzliche Finanzierung ist das derzeitige System der Behindertenhilfe nicht aufrechtzuerhalten“, so die Soziallandesrätin.


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