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LINZ. In der Debatte um die Unterbringung der Asylwerber in Linz beginnt nun ein neues Kapitel – der neue Zankapfel: das alte Postgebäude in der Derfflingerstraße.

Die grüne Antwort auf die SPÖ-Schilderaktion Foto: Grüne Linz
Die grüne Antwort auf die SPÖ-Schilderaktion Foto: Grüne Linz

Das Areal der Kaserne Ebelsberg als Flüchtlingsquartier zu nutzen ist vorerst vom Tisch. Nun gibt es den Vorschlag, das alte Postgebäude in der Derfflingerstraße als Unterkunft für 250 Asylanten zu nützen. „Ein Großquartier in Linz kommt für mich nicht in Frage“, spricht sich Bürgermeister Klaus Luger von der SPÖ aus, der in Linz kein zweites Traiskirchen will. Zum Vergleich: In der  20.000-Einwohnerstadt sind zur Zeit um die 2.000 Asylwerber untergebracht. Linz, mit nicht ganz 200.000 Einwohnern,  erfüllt die Quote derzeit mit circa 1.350 Asylwerber. 1.100 davon sind in Kleinquartieren untergebracht, weitere 250 müssen jedoch in der Zeltstadt am Areal der Polizeidirektion leben. Die  ÖVP fordert daher einen konstruktiven Dialog, denn es müssen dringend feste Quartiere zur Unterbringung jener Flüchtlinge gefunden werden, die zur Zeit in Zelten untergebracht sind. Die ÖVP tritt daher für die Öffnung von leerstehenden öffentlichen Gebäuden ein. Ein eindeutiges „Nein“ gibt es aber zu weiteren Verteilzentren.

Umstrittene TaferlaktionEine Schmutzkübelkampagne hat indess die SPÖ losgetreten: Mit Schildern wie „Die ÖVP will Traiskirchen in Linz“, „Sind auch Sie gegen ein großes Asyl-Zen­trum in Linz?“ – „Dann nicken sie doch mal“ standen am Montag zahlreiche SPÖ-Funktionäre an den Verkehrsknotenpunkten in Linz. „Lugers Wahlkampfgetöse ist entbehrlich“, reagiert OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer auf die SPÖ-Aktion, außerdem betont er: „Oberösterreich hat zwei Verteilzentren und dabei bleibt es.“ Nun gehe es darum, gemeinsam die Herausforderungen zu bewältigen statt Populismus und Unwahrheiten verbreiten. Dem schließen sich auch die Grünen an, die auch zu einer konstruktiven Zusammenarbeit aufrufen. Die Entschuldigung von Bürgermeister Luger kam noch am gleichen Nachmittag.


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