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Erst seit fünf Jahren gibt es an der JKU den Fachbereich Kunststofftechnik. In dieser kurzen Zeit hat sich das junge Fach zu einem unverzichtbaren Bestandteil der oberösterreichischen Kunststoffindustrie und zu einer wichtigen Säule des neuen Linz Institute of Technology entwickelt.

Institutsvorstand Reinhold Lang, Alfred Stern (Vorstand BOREALIS AG), OMV CEO Gerhard Roiss, JKU-Rektor Richard Hagelauer, Landesrätin Doris Hummer, Axel Kühner (Vorstandsvorsitzender Greiner Holding) und Peter Neumann (CEO der Engel Holding) Foto:JKU/Fotostudio Eder, Stempfer

„Von der Idee bis zur Vollumsetzung und Implementierung... vergingen weniger als zwei Jahre. Das ist akademischer Weltrekord“, schwärmt Institutsvorstand Reinhold Lang, der von der Montanuni abgeworben und für den Aufbau der Kunststofftechnik an der JKU gewonnen werden konnte. Von Anfang an legte man großen Wert auf eine enge Verknüpfung mit der Kunststoffindustrie. So konnten mit Georg Steinbichler und Jürgen Miethlinger zwei Experten gefunden werden, die viel Know-how aus der Industrie in den neuen Fachbereich einbrachten und einbringen. Bis heute üben beide eine Doppelfunktion aus. Neben ihren Aufgaben als Institutsleiter sind sie weiterhin in der Wirtschaft tätig. Georg Steinbichler bekleidet die Position des Leiters Forschung und Entwicklung Technologien bei der Firma Engel Austria, sein Kollege Miethlinger ist technischer Geschäftsführer bei der Firma ­Poloplast in Leonding.

Als Partner geschätztDie heimische Industrie weiß was sie an der Einrichtung hat und unterstützte diese von Anfang an auch finanziell. Der heutige OMV CEO und damalige Borealis-Vorstand Gerhard Roiss bezeichnet die Forderungen nach einer Beteiligung an der Anstoßfinanzierung durch die Industrie als „forsch“. „Doch es war klar, dass wenn wir das machen, dann machen wir es gescheit“, so Roiss in Richtung Engel Holding CEO Peter Neumann. Also steuerte die Industrie sieben Millionen Euro der 21 Millionen Anschubfinanzierung bei. Bis heute beteiligen sich die Unternehmen merklich an der Finanzierung des Betriebes.“Nach fünf Jahren steht fest, die Rechnung ist voll aufgegangen, wir haben unseren Umsatz verdoppelt“, ist Neumann mit der Entwicklung zufrieden.“Wenn man sich einen Vorsprung erarbeiten kann, hat man natürlich auch bessere Chancen, auf dem Weltmarkt zu bestehen“, so der Vorstandsvorsitzende der Greiner Holding, Axel Kühner, der verspricht: „Wir werden sicher auch in Zukunft unseren Beitrag leisten.

AusbildungNeben Forschung und Entwicklung kommt der Uni natürlich auch bei der Ausbildung von Fachkräften eine enorme Bedeutung zu. „Wir brauchen ausgezeichnete Leute, die man auch im internationalen Ausland nicht leicht findet“, betont Alfred Stern, Vorstand der Borealis AG.  Absolventen der Kunststofftechnik werden oft schon während des Studiums abgeworben und haben die Möglichkeit, vielversprechende Positionen bei internationalen Firmen einzunehmen. Auch deshalb soll der Absolventenoutput weiter gesteigert werden.Aktuell zählt man 280 Studierende, im laufenden Studienjahr 2014/15 werden etwa 50 Studenten ihr Studium abschließen. Institutsvorstand Lang will die Zahl der Studenten in naher Zukunft auf 350 steigern. Vor allem für das Doktorratsstudium sollen noch mehr Interessenten gewonnen werden. Wichtig ist Lang auch die Steigerung der Frauenquote. Derzeit sind 20 Prozent der Studierenden weiblich, für ein Technik-Studium ein überdurchschnittlicher Wert.<


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