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LINZ. Für heiße Diskussionen sorgt zur Zeit ein Vorschlag der FPÖ: Parken günstiger machen – dafür die Öffis verteuern.

Geht es nach der FPÖ, könnten die Öffis künftig teurer werden. Foto: Linz AG
Geht es nach der FPÖ, könnten die Öffis künftig teurer werden. Foto: Linz AG

Konkret forderte FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr, die Parkgebühr am Samstagnachmittag abzuschaffen. Um den dadurch entstehenden Kostenausfall zu decken, schlägt er vor, das Umweltticket um zehn Prozent zu verteuern. Gegenwind kommt von SPÖ, Grünen und Verkehrsclubs. „Das ist ein umweltpolitischer Schildbürgerstreich und völlig kontraproduktiv, wenn es um die Luftsituation und die Lebensqualität in unserer Stadt geht“, so die Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger. Auch SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger ist gegen eine Verteuerung: „Die Zahlen sprechen für sich. Durch das Umweltticket haben sich die Jahreskarten innerhalb von gut zwei Jahren verdoppelt. Jetzt das Umweltticket zu verteuern, wäre der falsche Weg.“ In den kommenden Jahren wird die Eisenbahnbrücke nicht für den Verkehr zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um täglich circa 15.000 Pkws, die ausweichen müssen – eine Herausforderung. Der Verkehr soll sich vor allem auf Nibelungen- und VOEST-Brücke verlagern. Rund 34 Prozent sollen aber entfallen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Trotz der zur Zeit erwarteten Umsteiger fürchtet die FPÖ einen Verkehrskollaps auf den Linzer Straßen. Die ÖVP befürwortet zwar die Abschaffung der Samstags-Parkgebühren, hält sich im Streit um das Umweltticket aber zurück. „Eine Lösung für dieses wichtige Thema darf nicht an der Frage der Gegenfinanzierung scheitern“, äußert sich ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier lediglich. Mit dem Widerstand konfrontiert, rudert die FPÖ nun allerdings zurück. So schlägt Gemeinderat Detlef Wimmer nun vor, dass künftig Radar-Einnahmen die Samstags-Parkgebühr ausgleichen könnten. Natürlich ärgert es jeden, wegen eines Radars zur Kasse gebeten zu werden. Im Gegensatz zur Parkgebühr kann aber jeder selbst beeinflussen, ob er zu schnell fährt. Auf einen Parkplatz sind viele angewiesen“, so Wimmer.


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Werner Pelz
Werner Pelz
11.01.2016 17:31

Öffi-Preise gehören günstiger gestaltet - alles andere ist k

Öffentlicher Verkehr sollte nicht verteuert sondern günstiger werden. In St. Pölten wird nach immer wiederkehrender Oppositionsforderung erstmals an eine Senkung der Verkehrstarife gedacht. Endlich! http://www.tips.at/news/st-poelten/wirtschaft-politik/328611-bustickets-erregen-die-polit-gemueter