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LINZ. Während ein Baubeginn vor Herbst 2017 unrealistisch ist, sorgt der Westring-Spatenstich vom 5. Juli 2015 für Aufregung. Die Feierlichkeiten dazu verschlangen über 250.000 Euro netto, wie eine parlamentarische Anfrage nun ergab. 

Am 5. Juli 2015 wurden die Spaten am Hauptplatz gesetzt. Foto: Weihbold
Am 5. Juli 2015 wurden die Spaten am Hauptplatz gesetzt. Foto: Weihbold

Die Grüne Nationalrats-Abgeordnete Gabi Moser stellte die Anfrage, die nun durch Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SP) beantwortet wurde. Darin heißt es auf die Frage „Was waren die Gesamtkosten des als Baustart bezeichneten Spatenstich-Events für die A26 Linzer Westring am Linzer Hauptplatz am 5. Juli 2015?“ wörtlich: „Die Gesamtkosten belaufen sich nach Vorliegen der Schlussrechnung auf 252.425,63 Euro exkl. MwSt.“

LAbg. und Grüner Verkehrssprecher Severin Mayr ist empört: „Fast 500.000 Gutscheine für Würstel und Bier wurden gedruckt, 120.000 Flugblätter produziert – aber neben der heimischen Polit-Prominenz haben nur magere 500 Besucher den Weg auf den Linzer Hauptplatz gefunden. Das bedeutet, dass die Sause umgerechnet 500 Euro pro Gast gekostet hat. 250.000 Euro – für ein paar Würstel und Freibier: Das ist eine Geldverschwendung sondergleichen.“

Spatenstich ohne Bewilligung

Der Spatenstich fand laut Mayr auch ohne gültige Baubewilligungen für den Westring statt. Außer Baufeldfreimachungen, dem Abbruch von drei Objekten und Felssicherungsmaßnahmen sei seit der Party auch nichts passiert. „Die Asfinag hofft mittlerweile auf einen Baubeginn im Herbst 2017 – über zwei Jahre nach der eigentlichen Spatenstichfeier“, so Mayr.


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