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LINZ. Nachdem Anfang Oktober erste Ergebnisse der vergleichenden Systemstudie zur Zukunft der Mühlkreisbahn veröffentlicht werden konnten, liegt nunmehr die fertige Studie vor.

Künftig soll die Mühlkreisbahn erst beim Linzer Hauptbahnhof enden. Foto: Weihbold
Künftig soll die Mühlkreisbahn erst beim Linzer Hauptbahnhof enden. Foto: Weihbold

Die Studie von der Schweizer Metron-AG analysierte sämtliche bisher angedachte Konzepte. Die nun priorisierte Variante bedeutet, dass die Mühlkreisbahn mit Zweisystemfahrzeugen – also Schmalspur wie eine Straßenbahn und Normalspur in einem Fahrzeug – über die neue zweite Schienenachse bis zum Hauptbahnhof verlängert geführt wird. „Das ist System-offen und zukunftsfähig“, zeigt sich Verkehrslandesrat Günther Steinkellner überzeugt und nennt mehrere Gründe die für diese Variante sprechen. Zum Einen haben die Fahrzeuge eine höhere Sitzplatzkapazität – ein enormer Vorteil im Bezug auf Komfort für Pendler. Auch eine Weiterführung ins Umland ist mit einer normalen Spurweite möglich. Die Zweisystemfahrzeuge ermöglichen jedoch auch eine Durchbindung auf der zweiten Schienenachse über die künftige, neue Donauquerung eine bis zum Hauptbahnhof. Dies entlastet zum Einen die ohnehin bereits an ihre Kapazitätsgrenze gelangte Landstraße – andererseits bietet es auch Vorteile für Pendler. Auchwird so auch das „Krankenhausviertel“ besser angeschlossen. 

Die Finanzierung

Auch bezüglich der Finanzierung liegt eine erste Grobschätzung im Rahmen der Studie vor. Die derzeit von Landesrat Steinkellner favorisierte Version würde danach auf rund 60 Millionen Euro kommen. Dabei ist jedeoch eine Mitfinanzierung des Bundes von bis zu 50 Prozent angestrebt. Die jährlichen Betriebskosten der Strecke vom Linzer Hauptbahnhof bis Gerling würden sich auf zirka acht Millionen Euro belaufen. Für die Strecke von Gerling bis Aigen-Schlägl kommen noch knapp vier Millionen Euro pro Jahr dazu. „Das ist eine finanzielle Entscheidung ob wir die ländlichen Bereiche mit einbinden wollen“, so Steinkellner. „Ich will es.“

Der weitere Fahrplan

Als nächster Schritt soll Anfang 2017 der Landtag die Pläne absegnen. Die Durchbindung soll dann zeitnahe mit der zweiten Schienenachse – also der neuen Donaubrücke – verwirklicht werden. Als Partner für das Projekt wünscht sich Landesrat Steinkellner die Linz AG. „Ich würde mir aufgrund der Praktikabilität die Linz Linien wünschen, aber aufgrund von rechtlichen Gegebenheiten kann ich da nicht vorgreifen“, erklärt er. Längerfristig wäre unter Umständen sogar eine Durchbindung mit der ehemaligen LILO - nun S5 - anzudenken.


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