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Pionier der Künstlichen Intelligenz Sepp Hochreiter bleibt Linzer Uni erhalten

Karin Seyringer, 18.08.2017 14:09

LINZ. Trotz mehrerer attraktiver Angebote aus dem Ausland, hat sich Univ.-Prof. Sepp Hochreiter dafür entschieden, Linz und der Johannes Kepler Uni treu zu bleiben. Er wird weiter in Linz forschen und lehren und am Linz Institute of Technology (LTI) an der JKU ein Labor für Künstliche Intelligenz aufbauen und leiten. Diese Entwicklung präsentierten Vize-Landeshauptmann Michael Strugl, JKU-Rektor Meinhard Lukas und Sepp Hochreiter in Linz.

  1 / 2   Vizelandeshauptmann und Forschungsreferent Michael Strugl, Univ.-Prof. Sepp Hochreiter und JKU-Rektor Meinhard Lukas (v.l.)

Mit dem neuen Labor für Künstliche Intelligenz (LIT AI LAB) schlägt die JKU ein neues Kapitel Linzer Ingenieurskunst auf. Das neue Labor wird gleichzeitig Kernstück der Künstlichen Intelligenz-Strategie des Landes Oberösterreich sein. „Heute ist ein Freudentag für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich“, freut sich Vize-Landeshauptmann Michael Strugl über Hochreiters Entscheidung. „Der Aufbau eines Artificial Intelligance Lab mit dem Schwerpunkt auf Deep Learning bzw. künstliche neuronale Netze bringen dem Standort nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal in Österreich, sondern stärken darüber hinaus die internationale Sichtbarkeit Oberösterreichs“, so der Forschungsreferent.

„Weltweiter Leutturm“ werden

Hochreiter zählt zu den wenigen Pionieren im Bereich Künstliche Intelligenz. Schon 1991 legte er mit seiner Diplomarbeit die Basis für moderne Spracherkennungssysteme. Konzerne wie Audi oder Janssen setzen  auf sein Know-how, eine Reihe von Universitäten wollte ihn aus Linz abwerben. „Die Möglichkeit in Zukunft der Welt zeigen zu können, was im Bereich Künstlicher Intelligenz alles möglich ist“, sei ausschlaggebend gewesen für Hochreiter in Linz zu bleiben. „Andere Regionen, auch die Autoindustrie, blickt neidisch auf Linz. Das ist eine Riesenchance, international ganz vorne mitzuspielen. Linz ist in diesen Bereich bereits sehr bekannt, wir müssen nun aber verstärkt daran arbeiten, ein weltweiter Leuchtturm zu werden“, so Hochreiter.

Talente anlocken

Vorrangiges Ziel der JKU auch mit dem neuen Labor ist es, international bekannter zu werden und Spitzenkräfte sowie Studierende nach Linz zu bekommen. „Mit den Querverbindungen zur Mechatronik, aber auch zur Chemie und Physik kann man mit Überzeugung und Stolz von der Linzer Ingenierskunst sprechen“, so JKU-Rektor Lukas.


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