„Planlose Sperre führte sicher zur Verschärfung des Verkehrs-Chaos“
LINZ. Seit einem Monat heißt es für Autofahrer am Urfahraner Jahrmarktgelände: „Rien ne va plus“. Tips fragte nach, was aus dem Ex-Parkplatz denn nun werden soll und welche Auswirkungen seit der erfolgten Sperre bereits auszumachen sind.

Der große Zusammenbruch des Verkehrssystems – von einigen befürchtet – ist freilich seitdem nicht erfolgt, aber, wie etwa Klaus Grininger, der Verkehrssprecher der Linzer Grünen, weiß, „hat die planlose Sperre des Jahrmarktgeländes zu einer weiteren Verschärfung des Verkehrschaos geführt. Weder in der Stadt noch am Land wurden davor noch danach wirkliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation durchgeführt.“
Zwar gab es auf Landesebene noch einen Dringlichkeitsantrag von Landtagsabgeordnetem Severin Mayr (Grüne), der darin den Ausbau von Park and Ride Anlagen einforderte, dieser wurde aber lediglich vertagt und wird wohl nicht vor Jänner 2018 weiter verhandelt, alle Standorte in und rund um Linz liegen auf Eis.
Luger: Mehr Bewohnerparken
Laut Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) spürt man bei Straßenzügen in der Haupt-, Ferihumer- und Freistädterstraße bereits „Verdrängungen und erste Rufe nach Bewohnerparkzonen“. Tips erfuhr, dass Pläne in der Schublade liegen, wonach die Bewohnerparkzonen bei Bedarf auf die Ferihumerstraße, die Freistädterstraße und bis zum Urnenhain ausgeweitet werden könnten. „Wir haben einen Notfallplan für die Anrainer erstellt, der aber bis jetzt nicht umgesetzt werde hat müssen“, ergänzt FPÖ-Verkehrsstadtrat Markus Hein.
Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Areals
Was die künftige Nutzung des Areals anbelangt, herrscht noch eher Unklarheit. Klaus Luger: „Schwierig macht es der Umstand, dass es sich um ein Hochwassergebiet handelt, dessen Flächen sogar untergehen dürfen, Gebäude sind keine erlaubt.“ Bis zum Sommer 2018 soll ein Bürgerbeteiligungsverfahren auf www.meinlinz.at für Ideen aus der Bevölkerung sorgen. Im anstehenden Winter gibt es fix keine zusätzliche Nutzung, etwa als Eislaufplatz.
Für ÖVP-Vizebürgermeister und Marktreferent Bernhard Baier müssen zuerst die Rahmenbedingungen abgesteckt werden und dann kann es Planungen und einen Ideenwettbewerb geben. „Ich wäre ja damals für einen Stufenplan eingetreten, um den Parkplatz nicht überfallsartig sperren zu müssen. Dafür gab es aber keine Mehrheit.“


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