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OBERÖSTERREICH/PRAG. Atomabfall. Keiner will ihn, aber er wird weiter produziert. Und das Problem der Entsorgung des radioaktiven Materials wird die Menschheit wohl für immer beschäftigen. Das wurde auf der diesjährigen Nuclear Energy Conference in Prag wieder einmal deutlich gemacht.

Die Atomkraftwerke in Tschechien produzieren weiterhin radioaktiven Abfall. Foto: Weihbold
Die Atomkraftwerke in Tschechien produzieren weiterhin radioaktiven Abfall. Foto: Weihbold

„Atomkraft hat keine Zukunft, aber hinterlässt viele Hypotheken“, erklärte Landesrat Rudi Anschober bei seiner Eröffnungsrede. Und die Anwesenden Experten gaben ihm Recht. So etwa Jan Haverkampf, Spezia­list für Kernenergiewirtschaft bei Greenpeace. Der Umweltwissenschafter wies in Prag darauf hin, dass es bei der Entsorgung von Atomabfall keine hundertprozentige Sicherheit gibt, und man nur das Risiko minimieren kann. So sind auch die geplanten Deponien an der oberösterreichischen Grenze nur eine Notlösung, zudem sind laut Expertenmeinung keine ausreichenden geologischen Untersuchungen an den meisten Standorten durchgeführt wurden. Anschober: „Es wäre wichtig, sofort aus der Atomenergie auszusteigen. Dann würde zumindest die Menge an unerwünschtem Atommüll nicht mehr steigen.“


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