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OÖ. Der AK-Wissenschaftspreis 2019 zeichnet in Kooperation mit der JKU Linz wissenschaftliche Arbeiten aus, die 2018 fertiggestellt wurden oder 2019 veröffentlich werden und der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmern dienen. Das Thema der 35. Auflage lautete „Gemeinsam statt einsam: Warum wir den Sozialstaat brauchen!“ und beschäftigte sich mit den wesentlichen Aspekten der Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. 

Auf dem Foto v.l.n.r.: Univ. Prof. Alexander Egyed, Vizerektor der Johannes Kepler Universität Linz, Philipp Heimberger, Laura Dörfler, Laura Sidonie Mayr, Josef Moser, Direktor der Arbeiterkammer OberösterreichFoto: Christian Herzenberger/AKOÖ

Aus den 35 eingereichten Arbeiten wurden drei ausgezeichnet: Die Soziologin Laura Dörfler, der Sozial- und Wirtschaftswissenschafter Philipp Heimberger und die Welser Raumplanerin Laura Sidonie Mayr erhielten jeweils 3.000 Euro.

Laura Dörfler beschäftigte sich in ihrer Dissertation mit einem aufgrund der demographischen Entwicklung brandaktuellen Thema – dem Zugang zum Arbeitsmarkt für ältere Personen. In ihrer Arbeit setzt sie sich besonders mit der Altersdiskriminierung bei Personalentscheidungen auseinander.

Philipp Heimberger schrieb in seiner Doktorarbeit Themen, die für die fiskalpolitische Koordinierung in Europa von großer Relevanz sind. Er arbeitete dabei in dieser Sammlung von mehreren Publikationen heraus, dass in bestimmten Situationen aktive Fiskalpolitik der Schlüssel zur Überwindung der Krise ist bzw. in den Jahren nach 2010 gewesen wäre.

Welserin bringt Vorschläge zur Verbesserung der Verteilungsgerechtigkeit

Die Welserin Laura Sidonie Mayr erarbeitete mit ihrer Diplomarbeit „Die Mehrwertabgabe in der Raumplanung – Abschöpfung von Widmungsgewinnen als potentielles Instrument für Österreich“ einen wertvollen Vorschlag zur Verbesserung der Verteilungsgerechtigkeit. Die Autorin macht mit ihrer Arbeit nicht nur eine gelungene Problemanalyse zugänglich, sondern stellt zudem ein konkretes Anwendungsmodell vor. 

„Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist nicht für alle Menschen gleichermaßen gegeben. Große Ungleichheiten zeigen sich auch in der Art der Beschäftigung und bei den Arbeitsbedingungen. Die Einkommen der Menschen sind sehr ungleich verteilt. Und Bildungschancen werden in Österreich nach wie vor in erster Linie „vererbt““, sagte AK-Direktor Josef Moser bei der Preisverleihung.


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