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Friedenslicht - Heimische Politik und Religionsvertreter suchen Austausch mit Israel

Wolfgang Schobesberger, 03.12.2018 14:32

Jerusalem/Bethlehem/Linz. Friedenslicht-Kind Niklas Lehner hat das Friedenslicht sicher von Bethlehem nach Oberösterreich gebracht. Hier wird es nun in der Vorweihnachtszeit an die Gläubigen verteilt. Auf seiner Reise wurde Niklas von einer hochkarätigen Delegation aus Oberösterreich begleitet.

  1 / 3   Niklas Lehner und Landeshauptmann Stelzer gratulierten Schwester Bernadette Schwarz im Österreichischen Hospiz in Jerusalem zum 70. Geburtstag.Foto: LandOÖ/Ernst Grilnberger

Der 11-jährige Pfadfinder aus Vorch­dorf begeisterte mit seiner fröhlichen und natürlichen Art während, vor und nach der Zeremonie in der Geburtskirche, während der das Friedenslicht entzündet wurde. „Ich war sehr aufgeregt, als ich in die Geburtsgrotte gegangen bin und es war ein gutes Gefühl, dass ich das Friedenslicht anzünden durfte, das dann in der ganzen Welt brennen wird“, so Niklas kurz nach der Zeremonie. Stolze Eltern“Wir sind sehr stolz, ist eh klar, es ist eine große Ehre, dass wir hier dabei sein dürfen“, so Vater Franz Lehner. Obwohl auf Niklas nun einige Termine warten, habe er schon gesagt, dass er das Friedenslicht auch dieses Jahr wieder mit seiner Pfadfinder-Gruppe verteilen möchte, erklärt Mutter Brigitte Lehner. Es war eine großartige Gelegenheit, wir haben die Geburtsgrotte fast für uns alleine gehabt, wo sonst immer ein großer Andrang herrsche, so Franz Lehner.

Hochkarätige Delegation aus Oberösterreich

Begleitet wurde Niklas von einer hochkarätigen Oberösterreich-Delegation, bestehend aus Landeshauptmann Thomas Stelzer, den Landesräten Birgit Gerstorfer und Elmar Podgorschek, dem Landtagspräsidenten Viktor Sigl, Adalbert Cramer und Gerda Weichsler-Hauer sowie den Vertretern des Religionsbeirates Charlotte Herma (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz), Generalvikar Severin Lederhilger und Superintendent Gerold Lehner.“Das Friedenslicht ist nicht nur eine schöne Oberösterreichische Tradition, es ist auch ein Zeichen, dass wir das Glück des Friedens, das wir hier haben, nicht nur schätzen sollen, sondern auch daran arbeiten, dass es so bleibt“, so Landeshauptmann Stelzer.

Traditionell nutzt der Oberösterreichische Landeshauptmann die Entzündung des Friedenslichtes für zahlreiche Treffen in Israel, um Kontakt mit Altösterreichern zu pflegen und sich mit lokalen Politikern auszutauschen. Eine Tradition die nun, nach einem Jahr Pause, von Thomas Stelzer fortgeführt wird. Das Gedenkjahr sei ein sehr guter Anlass für die Wiederaufnahme der Friedenslichtreise gewesen, so Stelzer.

Erstmals nahm dieses Jahr mit Charlotte Herma auch eine Vertreterin der Kultusgemeinde an dem Besuch teil, wofür sich Stelzer ausdrücklich bedankte. Für kommendes Jahr kündigte Stelzer auch die Gelegenheit für eine gemeinsame religiöse Veranstaltung an.

Stelzer legte Kranz in der Halle der Erinnerung nieder

Ein berührender Höhepunkt der Reise war, als Landeshauptmann Stelzer, nach dem Besuch des Holocaust-Gedächtnisortes Yad Vashem, einen Kranz in der Halle der Erinnerung niederlegte, um der Opfer der Shoah zu gedenken.

Bei einem später folgenden Treffen mit Holocaust-Überlebenden betonte Stelzer die Verantwortung Österreichs nicht zu vergessen.


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