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OÖ. „Das Jahr 2018 stand im Zeichen der Brücken. Nachdem nun der Linzer Brückentriathlon in die Bauphase gebracht wurde, erwartet uns 2019 ein arbeitsintensives Jahr, um die entscheidenden großen ÖV-Infrastrukturprojekte auf Schiene zu bringen. Das Jahr 2019 steht somit ganz im Zeichen des ÖV“, so Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

Foto: Weihbold
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Verhandlungsrunden mit ÖBB und BMVIT

Das Jahr 2019 steht klar im Zeichen wichtiger Verhandlungen und Planungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Es gibt hier gleich mehrere Themenkreise, die parallel zueinander und unter Hochdruck mit dem Bund verhandelt werden. So laufen die Vorbereitungen, um die Verkehrsdienstverträge zwischen dem Land und der ÖBB für den Zeitraum ab Ende 2019 zu verlängern. Ziel ist es, alle oberösterreichischen Regionalstrecken und Fahrbetriebe zu erhalten und einen attraktiven Ausbau der ÖV-Infrastruktur voranzutreiben.

Diese Verhandlungsgespräche sind bereits in einem finalen Stadium. „Wir biegen auf die Zielgerade der Verhandlungsgespräche ein. Es besteht großer Konsens mit Bundesminister Norbert Hofer die wichtigen Nahverkehrsprojekte umzusetzen, als auch alle oberösterreichischen Regionalstrecken und Fahrbetriebe zu erhalten“, so Steinkellner. „Besonders im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und der wirtschaftlichen Bedeutung für die Regionen ist der Fortbestand und die Attraktivierung der Regionalbahnen unumgänglich“.

Öffentlicher Verkehr im Zentralraum

Die Region Linz ist mittlerweile der Ballungsraum mit der höchsten Wirtschaftsleistung pro Einwohner. Die Kehrseite dieser Goldmedaille ist die steigende Auslastung der vorhandenen Straßeninfrastruktur. In den vergangenen Monaten haben das Land Oberösterreich sowie die Landeshauptstadt Linz erstmals ein gemeinsam konzipiertes Mobilitätsleitbild erarbeitet. Die darin aufgestellten Maßnahmen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur gilt es gemeinsam effizient umzusetzen.

„Die neuen, attraktiven Schienenverbindungen wie der Durchbindung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof, die Schaffung einer schienengebundenen Nahverkehrslinie in Richtung Gallneukirchen-Pregarten, die LILO-Verlängerung nach Aschach an der Donau sowie die Verlängerung der Straßenbahn nach Ansfelden-Kremsdorf bilden das Fundament für eine zukunftsorientierte Nahverkehrsrelationen im Zentralraum“, so Steinkellner.  

Park-and-Ride-Anlagen

Von Landesseite wurden die Voraussetzungen für weitere Park-and-Ride-Projekte geschaffen. Geplant ist, dass im Laufe des Jahres mehrere Projekte umgesetzt werden. Darunter unter anderem die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage Enns, Kirchdorf, Neuhofen oder auch der Neubau der Anlagen Garsten und Redl Zipf.

Straßenneubau und –erhaltung

„Auch im Bereich Straßenbau und –erhaltung werden einige wichtige Projekte begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt. Ebenso wie wir wieder darum bemüht sind, den Gemeinden bei ihren Straßenprojekten unter die Arme zu greifen, gilt es auch das Netz unserer Radinfrastruktur weiter auszubauen“, betont Landesrat Steinkellner.

Als wichtige Baulose im aktuellen Jahr werden beispielsweise das Baulos Zimmerhofer (Gesamtkosten ca. 4,8 Mio. Euro) und der Bestandsausbau Halsgraben (Gesamtkosten ca. 8,9 Mio. Euro) angeführt.

  • Baubeginn Westring

Der Linzer-Brücken-Triathlon hat mit dem Baubeginn des Westrings endgültig begonnen. Vertraglich vereinbart wurde ein fließender Verkehr auf der 306 Meter langen Flussquerung bis Ende 2023. Die ersten Sprengungen sollen bereits im Februar stattfinden. Insgesamt werden in das Projekt Westring rund 670 Millionen Euro investiert.

  • UVP Einreichung B139 Umfahrung Haid

Die B139 Kremstalstraße ist die Hauptverkehrsader für den motorisierten Verkehr auf der Achse Linz-Neuhofen-Kremstal. Dementsprechend stark ist auch das Verkehrsaufkommen. Derzeit benützen rund 26.000 Fahrzeuge täglich die B139. Durch die Errichtung der insgesamt 3,0 km langen Umfahrung Haid 2. Teil und dem Neubau der Anschlussstelle Traun-Haid können je nach Art der Verkehrsberuhigung auf der bestehenden B139 bis zu 80 Prozent des derzeitigen Verkehrsaufkommens auf die Umfahrung verlagert werden. Die Baumaßnahme ist UVP-pflichtig. Im Kalenderjahr 2019 soll die Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht werden.

  •  UVP Einreichung Hörsching

Ziel dieses Projektes ist der vierstreifige Ausbau der B1. Der Lückenschluss soll zwischen der Ortschaft Hörsching und der Autobahnanschlussstelle Wels-Ost einen flüssigen Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit gewährleisten. Das Projekt wurde in zwei Abschnitte (Abschnitt 1 Hörsching, Abschnitt 2 Marchtrenk) geteilt. Die Baumaßnahmen sind UVP-pflichtig. Der Teilabschnitt Hörsching ist etwa 2,2 Kilometer lang und beginnt beim Knotenpunkt der B1 Wiener Straße / B133 Theninger Straße / Humerstraße. Die UVP Einreichung ist im ersten Halbjahr 2019 geplant.

Ausbau der Radinfrastruktur

  •  Radhauptroute Steyregg

Im Sommer 2018 haben die Bauarbeiten zur Radhauptroute Steyregg in der Linzer Straße in Steyregg begonnen. Die Arbeiten für den ca. 1,1 km langen „Rad-Highway“ werden von der Straßenmeisterei Perg durchgeführt und im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen. Dieser Abschnitt der Radhauptroute fügt sich an das aus Linz kommende, bestehende Radwegenetz an und schließt die Lücke zu einem bestehenden Geh- und Radweg östlich davon (Gewerbeallee), auf welchem das Ortszentrum von Steyregg zu erreichen ist. 1,9 Mio. Euro werden in den Ausbau der Radhauptroute investiert.

  • Radweg Haager Lies

Auch an der Nutzung der ehemaligen Bahntrasse der Haager Lies als Radweg wird mit Hochdruck gearbeitet. Ein Beginn der baulichen Umsetzung des Radwegs ist für 2019 geplant.

  • Lückenschluss Steyrtalradweg

Der lang ersehnte Radweglückenschluss in der Region Pyhrn / Eisenwurzen zwischen dem R8 Steyrtalradweg und dem R31 Nationalpark Kalkalpenweg wird im aktuellen Kalenderjahr feierlich eröffnet.  „Mit der Fertigstellung schließen wir eine 14,5 km lange Radweglücke in der Region Pyhrn-Priel“, freut sich Landesrat Steinkellner. Rund 9 Mio. Euro wurden in das umfassende Radwegeprojekt investiert.

  • LILO Radhauptroute

Mit der Radhauptroute entlang der LILO soll eine zusätzliche, attraktive Mobilitätsoption für die Menschen in der Region entstehen. Die Radhauptroute soll von Alkoven über Straßham und Leonding nach Linz, weitgehend entlang der Linzer Lokalbahn, geführt werden. Besonders für Pendler bietet diese attraktive Route eine gute Alternative zum Auto, da der Linzer Hauptbahnhof in gut 25 Minuten von der Hitzinger Kreuzung erreicht werden kann. Mit den betroffenen Gemeinden wurden bereits Gespräche geführt und mit den Planungen der zu erwartenden Schlüsselstellen des Radwegs gestartet. Auch in der Waldeggstraße scheint eine Lösung der derzeit nicht zufriedenstellenden Situation in Aussicht. Nach Gesprächen mit der ASFINAG und der Stadt Linz ist ein Detailprojekt derzeit in Ausarbeitung und soll bestenfalls bereits im Sommer 2019 in die Bauphase gebracht werden.

Verkehrssicherheit

Um das Ziel von weniger Verkehrstoten auch erreichen zu können, werden zielgruppenspezifische Maßnahmen gesetzt, die sich am Verkehrssicherheitsprogramm 2016 – 2022 orientieren. Schwerpunkte werden im aktuellen Jahr besonders auf die Themenbereiche

  • Motorradsicherheit
  • Ablenkung und Unachtsamkeit
  • Berauschtes Fahren

gesetzt.

„Wir gehen mit Elan und Tatendrang in ein wichtiges neues Verkehrsjahr 2019. Ich bin davon überzeugt, dass wir besonders im Bereich des öffentlichen Schienenverkehrs für Aufsehen sorgen werden“, so Landesrat Steinkellner abschließend.


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Luft
Luft
28.01.2019 11:59

B139

Enormer Bodenverbrauch und viel mehr Verkehr durch neue B139 Für die 100 Millionen Euro verschlingende Straßenprojekt B139 Neu in Haid werden über 10 ha landwirtschaftliche Fläche direkt verbraucht. Begleitet wird das Bauvorhaben durch ein sogenanntes Maßnahmenpaket, das Umwidmungen von ca. 30 ha in Betriebsbaugebiet und 4 ha Wasserwald in Wohngebiet vorsieht. In unmittelbarer Nähe zur bestehenden B139 werden gerade 350 Wohnungen mit 700 Parkplätzen gebaut. Daneben gibt es ein freies Feld, auf dem ebenfalls ca. 100 Wohnungen vorgesehen sind. Kann bitte jemand erklären, wie man zu einer Verkehrsberuhigung von 80 Prozent auf der bestehenden B139 kommt?