Oö. Gewerbe und Handwerk geht positiv gestimmt ins erste Vierteljahr
OÖ. Die Zeit der Hochkonjunktur scheint vorbei, umso wichtiger sind jetzt Vereinfachungen und Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Bürokratie, betont Michael Pecherstorfer, Obmann des oö. Gewerbe und Handwerks.

„Nach dem außergewöhnlichen Jahr 2018 liegen wir grundsätzlich noch im positiven Bereich. Die Stimmung in den über 42.000 aktiven Gewerbe- und Handwerksbetrieben ist gut und die Geschäftslage zufriedenstellend, wenngleich die Erwartungen für die ersten drei Monate des heurigen Jahres spürbar weniger optimistisch sind als in den Quartalen zuvor“, fasst der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Michael Pecherstorfer, den aktuellen Konjunkturbericht der KMU Forschung Austria zusammen.
Demnach erwarten für das laufende Quartal 2019 18 Prozent der Unternehmen ein Plus bei Aufträgen und Umsatz, zwölf Prozent rechnen mit Rückgängen. Im ersten Quartal 2018 lagen die Werte mit 16 beziehungsweise elf Prozent ähnlich gut. Allerdings hat sich beispielsweise gegenüber dem zweiten Quartal 2018, wo 25 Prozent der Betriebe mit steigenden Umsätzen beziehungsweise Aufträgen und zehn Prozent mit sinkenden gerechnet haben, die optimistische Grundstimmung auf hohem Niveau abgekühlt.
Zeit für Entlastungen
„Die Zeit der Hochkonjunktur scheint vorbei“, kommentiert Pecherstorfer die Konjunkturabschwächung. Es brauche jetzt Anreize und Impulse. Vor dem Hintergrund der angekündigten Reform des Steuersystems stehen für Pecherstorfer „Vereinfachungen und Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Bürokratie ganz oben auf der Prioritätenliste“.
Zentral für das Gewerbe und Handwerk sind unter anderem die nachhaltige Senkung der Lohn- und Einkommensteuer, die Abschaffung der kalten Progression, die Ausdehnung der Einkommensteuerpauschalierung, die Vereinfachung der hochkomplexen Lohnverrechnung oder das Anheben der Grenze für geringfügige Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro. „Ziel muss für Unternehmer und Arbeitnehmer gleichermaßen mehr Netto vom Brutto sein. Das fördert Konsum wie Investitionen und stärkt damit Standort- und Lebensqualität“, unterstreicht der oö. Gewerbe- und Handwerksobmann.


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