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OÖ/LINZ. Eine neue Studie zeigt, dass die Oberösterreicher Pension und Gesundheit als die wesentlichsten Themen des Alters sehen und gerne über 90 Jahre alt werden möchten.

„47 Prozent sagen, es ist sehr wichtig Vorzusorgen“, erläutert Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung. Foto: Khongtham/Shutterstock.com

Die Erkenntnis über die voranschreitende demografische Entwicklung ist mittlerweile bei sieben von zehn Oberösterreichern fest im Bewusstsein verankert – das zeigt eine aktuelle IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen.

Wunschalter liegt bei 91,1 Prozent

„Mit der eigenen Lebenserwartung beschäftigt sich jedoch kaum jemand“, weiß Paul Eiselsberg, IMAS-Studienautor. Danach gefragt schätzen 36 Prozent diese auf zwischen 80 und 89 Jahren, ein Fünftel  schätzt sogar 90 Jahre und darüber. „Aber sie würden gerne deutlich länger leben.“ Fragt man nämlich nach dem Wunschalter, so liegt dieses im Durchschnitt bei beachtlichen 91,1 Jahren.

Gesundheit und finanzielle Absicherung

Der mit Abstand größte Wunsch der Oberösterreicher, wenn sie an ihre eigene Pension denken, ist, keine gesundheitlichen Probleme zu haben (86 Prozent). Gleich danach folgt das Bedürfnis, frei von finanziellen Sorgen zu sein (73 Prozent) und demzufolge eine ausreichend hohe Pension zu beziehen (63 Prozent). Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass knapp ein Fünftel der Befragten mit dem demografischen Wandel die Sorge um die eigene staatliche Pension verbindet.

Für Hälfte Vorsorge sehr wichtig

„47 Prozent sagen, es ist sehr wichtig Vorzusorgen“, erläutert Manfred Bartalszky, vorstand der Wiener Städtischen Versicherung weiter. „Das Bewusstsein ist sehr hoch.“ Das wird auch durch die Umfrage-Daten deutlich: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Oberösterreicher erachten eine private Zusatzversicherung trotz des derzeitig guten Gesundheitssystems als notwendig. „Das war vor allem 2018 spührbar, dass wir viele Gespräche geführt haben über das Thema private Krankenversicherung“, weiß Herbert Walzhofer, Vorstandsdirektor Retail der Sparkasse Oberösterreich.

Gesundheitsvorsorge als Zukunftsthema

In die Zukunft blickend wird eine private Zusatzversicherung für acht von zehn Befragten (86 Prozent) sogar noch  wichtiger. Denn mehr als die Hälfte der Befragten gehen davon aus, dass sie im Krankheitsfall durch das öffentliche Gesundheitssystem nicht wie es ihren Wünschen entspricht versorgt werden. Eine deutliche Mehrheit der Oberösterreicher (81 Prozent) glaubt, dass aufgrund des Ärztemangels die Zeit, die sich der Arzt in Zukunft für seine Patienten nehmen kann, immer knapper wird.


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