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Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer: Pflegeeltern sollen sozialversicherungsrechtlich besser abgesichert werden

Sevim Demir, 23.01.2019 08:45

OÖ. Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer setzt sich dafür ein, dass Personen, die im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe ein Kind oder einen Jugendlichen pflegen und erziehen, Pensionsversicherungszeiten auch nach dem vollendeten vierten Lebensjahr des Kindes angerechnet bekommen. Diese Forderung wurde heute im Unterausschuss Pflege von allen Landtagsparteien unterstützt.

Foto: Lucky Business/shutterstock.com
Foto: Lucky Business/shutterstock.com

„Pflegepersonen erbringen Tag für Tag eine gesellschafts- und sozialpolitisch wichtige Aufgabe. Die von ihnen erbrachten Leistungen sind für das Zusammenleben im Allgemeinen und konkret für die betreuten Kinder und Jugendlichen von enormer Bedeutung. Zudem ist die Betreuung durch Pflegepersonen weitaus kostengünstiger als jene in Einrichtungen“, berichtet Sozial-Landesrätin Birgit Gersorfer.

Meistens sind es die Pflegemütter, die ihre Berufstätigkeit zu Gunsten dieser verantwortungsvollen Aufgabe zurückstellen. Das führt zum Problem der mangelnden sozialversicherungsrechtlichen (vor allem pensionsversicherungs­­rechtlichen) Ab­sicherung.

Wenig Verdienst 

„Reich wird man nicht, der Verdienst liegt gerade einmal über der Geringfügigkeitsgrenze“, gibt auch Rohrbachs Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner zu. 75 Prozent der Pflegeeltern sind über den sogenannten „Plan b“ versichert, dem Verein für Pflege- und Adoptiveltern in OÖ. Dieses Modell trägt aufgrund der geringen Bemessungsgrundlage und der ausgedehnten Durchrechnungszeiträume nicht zu einer gesicherten Alterspension bei.

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer fordert daher: „Pflegeeltern sollen sozialversicherungsrechtlich besser abgesichert werden. Sie erbringen Tag für Tag eine gesellschafts- und sozialpolitisch wichtige Aufgabe und die von ihnen erbrachten Leistungen sind für die Kinder und Jugendlichen von enormer Bedeutung.“ Auch Mitterlehner bestätigt diese Aussage: „Alles, was den Pflegeeltern zugute kommt, ist eine wichtige Sache.“


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