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Frankfurt und Wien als Vorbilder für Linzer Drogen-Aktionsplan

Jürgen Affenzeller, 27.09.2019 16:14

LINZ. Noch im Juli im Gemeinderat beschlossen, geht die Stadt Linz nun daran, einen ganzheitlichen Aktionsplan gegen Drogen zu entwickeln. ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard schlägt vor, sich dabei an „Best-Practice“-Beispielen wie in Frankfurt oder Wien zu orientieren.

3.323 Drogendelikte wurden im Jahr 2018 in Linz laut Kriminalstatistik des Innenminsteriums angezeigt. Foto: Weihbold

3.323 Drogendelikte wurden im Jahr 2018 in Linz laut Kriminalstatistik des Innenminsteriums angezeigt - gemessen an der Bevölkerungszahl der höchste Wert aller Landeshauptstädte. „Dass nun ein Linzer Aktionsplan gegen Drogen entwickelt werden soll, wurde auf Antrag der ÖVP Linz mehrheitlich beschlossen, lediglich die SPÖ hat dagegen gestimmt.“

Die ÖVP Linz hat sich bereits vor zwei Jahren selbst in Wien einen Einblick verschafft und die Sucht- und Drogenkoordinationsstelle der Stadt Wien besucht. „Wichtig ist nun, dass alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen sowie den Lebensraum Stadt übernehmen“, spricht sich Baier für eine gemeinsam erarbeitete fundierte Drogenstrategie sowie eine regelmäßige Abstimmung der Interessensvertreter und Experten aus.

Anleihen am „Frankfurter Weg“ nehmen

Vorbild will man sich dabei auch am Beispiel Frankfurt nehmen, wo durch die gezielte Drogenpolitik eine deutliche Reduzierung der Drogentodesfälle auf ein Fünftel seit 1991 erzielte und die psychosoziale und gesundheitliche Situation vieler Abhängiger verbessert, aber auch im sicherheits- und ordnungspolitischen Bereich deutliche Verbesserungen erzielt wurden.

Herzstück der Frankfurter Suchtprävention ist auch die bessere Vernetzung der einzelnen Institutionen mit der Politik und der Exekutive. „In Frankfurt hat man dazu die regelmäßige Montagsrunde, die Freitagsrunde und den Arbeitskreis Jugend, Drogen und Suchtprävention eingeführt“, weiß Bernhard Baier.

Auch viele ältere Menschen drogenabhängig

Auch das vom Wiener Gemeinderat beschlossene Wiener Drogenkonzept von 1999 bildet eine weitere Basis für den Linzer Weg. Auf knapp 100 Seiten wurden darin Punkte wie Prävention, Beratung, Behandlung, Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und soziale (Re)Integration festgelegt. „Die Linzer Sucht- und Anti-Drogenstrategie soll fundiert auf die unterschiedlichen Zielgruppen eingehen, angefangen bei der Prävantion bei Kindern und Jugendlichen über Menschen mit Migrationshintergrund, die Drogenprobleme haben, bis zu älteren Menschen, die drogenabhängig sind, wo auch das Thema Sucht und Pflege akut wird“, so Baier.


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