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Wirtschaft: "Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union war ein Lotto Sechser“

Anna Stadler, 09.05.2020 07:07

OÖ. Der 9. Mai ist der Europatag. Anlässlich dessen machen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Europalandesrat Markus Achleitner darauf aufmerksam, wie wichtig für OÖ eine funktionierende europäische Zusammenarbeit ist.

Thomas Stelzer und Markus Achleitner (Foto: Land OÖ/Mayrhofer)
  1 / 3   Thomas Stelzer und Markus Achleitner (Foto: Land OÖ/Mayrhofer)

Der diesjährige Europatag, am 9. Mai steht unter ganz besonderen Vorzeichen: Vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Vor 25 Jahren trat Österreich der EU bei. Zudem ist auch Oberösterreich von der Corona-Pandemie betroffen. „Seit 1945 ist die Weltgemeinschaft und insbesondere auch Europa nicht mehr mit solch einer dramatischen Krise konfrontiert gewesen wie jetzt durch das Coronavirus“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Europalandesrat Markus Achleitner. „Der Europatag ist ein Tag, der uns anspornen soll weiter zu gehen und am Miteinander zu arbeiten.“

Europa stärken

„Die aktuelle Corona-Krise bietet auch die Chance, den Menschen in Europa wieder stärker bewusst zu machen, welchen Wert ein gemeinsames Europa hat. Sie gibt uns auch die Chance, dass die Europäische Union auch gestärkt aus dieser Krise hervorgeht, wenn wir die richtigen Lehren daraus ziehen.“ Zugleich müssen Fragen der Versorgungssicherheit und der Abhängigkeiten aufgrund globaler Lieferketten müssen neu beantwortet werden. „Lieferketten müssen wieder stärker regionalisiert und neue Produktionen in Europa aufgebaut werden. Eine Reindustrialisierung in Europa wäre gerade für das starke Wirtschafts- und Industrieland Oberösterreich eine große Chance“, erklärt Achleitner.

Profiteur OÖ

So hat Oberösterreich auch schon in der Vergangenheit von der Europäischen Gemeinschaft profitiert. „In diesen 25 Jahren Mitgliedschaft ist es in Oberösterreich auch vielen gelungen aus den Töpfen der EU auch Unterstützung zu bekommen für regionale Projekte, für Tourismus, für Forschung und vieles andere mehr“, so Stelzer.

OÖ als Exportbundesland

„Man muss ganz klar sagen, der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union war ein Lotto Sechser“, so Achleitner. „Und Oberösterreich hat diese Jahrhundertchance auch genutzt.“ Das oö. BIP ist seit dem EU-Beitritt (Zahlen liegen bis 2019 vor) jedes Jahr mit Ausnahme von 2009 zwischen 2,4 und 6,3 Prozent gewachsen. Damit liegt das Land in 19 von 24 Jahren am oder über dem Österreichschnitt. Tragende Säule des überdurchschnittlichen Wachstums in Oberösterreich waren und sind die mittlerweile über 11.200 oberösterreichischen Exportunternehmen. „Mittlerweile hängt jeder zweite Arbeitsplatz in unserem Bundesland direkt oder indirekt mit Export zusammen.“


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