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OÖ/LINZ. Anfang April erhob man die Zahlen der Kinder und Jugendlichen, die im Distance-Learning nicht erreicht werden konnten. In Oberösterreich waren es 0,47 Prozent aller Schüler. Die Schulaufsicht war angehalten, diese 586 Kinder oder deren Eltern zu kontaktieren. Dadurch sei die Anzahl deutlich reduziert worden. So seien etwa in der Bildungsregion Mühlviertel alle Kinder - bis auf eines - erreicht worden. 

Distance Learning - die Anzahl der nicht erreichten Schüler konnte stark reduziert werden. (Foto: Tatyana Vyc/Shutterstock.com)

„Dank des Bemühens aller zuständigen Personen konnten wir viele Kinder erreichen und ihnen verständlich machen, dass auch die Zeit des Distance-Learnings in die Benotung mit einfließt. Gleichzeitig haben wir ihnen Hilfe angeboten, falls es zuhause Probleme gibt. Denn unser Ziel ist es, dass niemand verloren geht oder sich im Stich gelassen fühlt“, sind sich Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander und Bildungsdirektor Dr. Alfred Klampfer einig.

„Dank des Bemühens aller zuständigen Personen konnten wir viele Kinder erreichen und ihnen verständlich machen, dass auch die Zeit des Distance-Learnings in die Benotung mit einfließt. Gleichzeitig haben wir ihnen Hilfe angeboten, falls es zuhause Probleme gibt. Denn unser Ziel ist es, dass niemand verloren geht oder sich im Stich gelassen fühlt“, so Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

Kluft wird verstärkt

Es habe Familien gegeben, die in ihr Heimatland gefahren seien, andere hätten sich völlig abgeschottet. Auch wenn wenige hundert Kinder wochenlang für ihre Lehrer nicht erreichbar waren, wurde auf vielen Wegen versucht diese zu kontaktieren. „Die Gefahr ist, dass die Kluft zwischen der bildungsnahen und der bildungsfernen Schicht dadurch verstärkt wird. Dessen sind wir uns bewusst. Daher haben wir alles versucht, um wirklich mit jedem Schüler und jeder Schülerin in Kontakt zu treten – per Mail, Telefon, selbst über Soziale Netzwerke. Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, beinahe alle Schüler zu erreichen“, so Haberlander.

Zur Unterstützung der Schulaufsicht versuchten auch die Betreuungslehrer die Schüler zu kontaktieren. In besonders schwierigen Fällen wurden auch die Schulsozialarbeit sowie die Schulpsychologie um Hilfe gebeten. „Für manche Familien war diese Zeit besonders herausfordernd. Das haben wir gespürt. Durch das besondere Engagement aller Beteiligten konnte fast überall Kontakt hergestellt werden. Es besteht also kein Unterschied mehr zum normalen Schulalltag“, erklärt Klampfer.

Lag nicht an fehlender Hardware

Die Nicht-Erreichbarkeit der knapp 600 Schüler sei nicht auf fehlende Hardware zurückzuführen, so von der Bildungsdirektion. Die Kinder hätten stets die Möglichkeit gehabt, Arbeitspakete zu vereinbarten Zeitpunkten von den Schulen abzuholen. Diese konnten dort auch wieder zur Korrektur abgegeben werden. „Die Pädagogen bewiesen in dieser Zeit hohe Flexibilität und schafften die besten Voraussetzungen für alle, sei es digital affin oder nicht“, so Bildungsdirektor Klampfer.


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