Grüne Kritik am saftigen Preisnachlass für Linzer Autokino-Betreiber

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 26.05.2020 16:38 Uhr

LINZ. Wie die Grüne Stadträtin Eva Schobesberger am Dienstag kritisiert, erhalten die Betreiber des Linzer Autokinos am Jahrmarkt-Gelände einen Preisnachlass von 84 Prozent auf den ermäßigten „Kulturpreis“ für die Nutzung des Areals.

Stein des Anstoßes: 413.721 Euro kostet die gewerbliche Nutzung des Urfahraner Marktgeländes im Ausmaß der angekündigten 9.950 m2 für den avisierten Zeitraum von 99 Tagen. Für Kulturveranstaltungen wie sogenannte „Schauvorführungen“, für die ein Eintritt verlangt wird, verrechnet die Stadt für diese Fläche und den genannten Zeitraum 98.652 Euro.

Jetzt soll eine eigener „Autokinopreis“ eingeführt werden. Den Projektbetreibern soll ein Preisnachlass von nicht weniger als 84 Prozent auf das schon ermäßigte Entgelt für „Schauvorführungen“ für die Nutzung des Areals direkt an der Donau gewähren werden.

„Wie im falschen Film“

„Das Gefühl im falschen Film zu sein wird mit jedem Tag stärker. Jedes Sommertheater, das Eintritt verlangt, müsste fast 100.000 Euro zahlen. Dass jetzt Autokinos einen eigenen Tarif bekommen und nur 16.395 zahlen sollen ist absolut nicht nachvollziehbar. Besonders zynisch wird es, wenn Vizebürgermeister Hein im gleichen Atemzug die Erhöhung der Kindergartengebühren vorschlägt, um die coronabedingten finanziellen Belastungen der Stadt auszugleichen“, so Stadträtin Eva Schobesberger. 

 

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Kommentare

  1. Wähler mit Gedächtnis
    Wähler mit Gedächtnis28.05.2020 01:07 Uhr

    Ignorieren der Wähler ist politischer Selbstzerstörungstrieb - Ignorieren der Wähler ist politischer Selbstzerstörungstrieb Politiker, welche wie Luger (SPÖ) und Hein (FPÖ) oft gegen die klare Mehrheitsmeinung der Wähler verstoßen, schaden sich in einer Art von politischem Selbstzerstörungstrieb selbst. Die Grünen haben nach früher bei ihnen üblicher Missachtung der Wählerwünsche inzwischen leidvoll lernen müssen, den Wählerwillen zu erkunden und darauf Rücksicht zu nehmen, womit Sie laut [1] die SPÖ und FPÖ in kurzer Zeit klar überholen konnten. Die Wählermehrheit will ganz klar die Donauinsel mit einem neuen Wasserarm und sicher kein Autokino an diesem Platz. Laut Online-Umfrage (siehe [2b]) wollen 69,71 % der Befragten eine Realisierung der "Donau-Insel" [2]&[3]. Der Urfahraner Markt und andere "Attraktionen" zehren auch geräuschmäßig an der Lebens- und Wohnqualität in der Ferihumerstraße. Vor gut einem Jahrzehnt gab es dort auch spätabendliche WM-Public-Viewing-Events. Der Krach während der Spieleübertragung war schon nervtötend, das nachherige im-Kreis-fahren in der Ferihumerstraße mit Gehupe und Gegröle war "beeindruckend". Wer in der Ferihumerstraße direkt am Donaudamm wohnt, ist am nächsten Tag nach solchen Events übermüdet und wie gerädert. Da Kinos bekanntlich auch eher im Dunkeln stattfinden und es im Sommer bekannterweise erst sehr spät dunkel wird, kann man davon ausgehen, dass den Anrainern erst recht wieder die Nachtruhe genommen wird! Zusätzlich wird nach Sonnenuntergang die Lichtverschmutzung der hellen Kinoleinwand eine Vielzahl von Insekten wie Gelsen oder Nachtfalter und Fledermäuse anziehen. Bei Tages-Vorführungen hingegen wäre davon auszugehen, dass die Rettungsorganisationen im Dauereinsatz wären, um Hitzekollaps und andere Überhitzungsschäden abzutransportieren. So einträglich ein Corona-Retro-Autokino von den Betreibern jetzt auch noch gesehen wird: Das Jahrmarktgelände ist dazu sicher nicht geeignet! Das klimatisierte CINEPlexx in der Industriezeile oder das Hollywood Megaplex in der Plus City ist im heißen Stadt-Sommer klar vorzuziehen. Quellen: [1] https://www.oe24.at/oesterreich/politik/OeSTERREICH-Umfrage-OeVP-erreicht-mit-45-neuen-Rekordwert/427399714 [2a] https://www.linza.at/donauinsel-linz/ [2b] https://www.linzwiki.at/wiki/Linzer_Donauinsel/ [3] https://www.linza.at/wp-content/uploads/2018/06/Donauinsel-neu-770.jpg

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