JKU Informatikerin setzt sich gegen Google-Vizepräsidentin durch: Gabriele Kotsis wird Präsidentin von größter Informatikvereinigung

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 28.05.2020 19:29 Uhr

LINZ. Professor Gabriele Kotsis, Informatikerin an der JKU Linz, wurde zur Präsidentin des weltweiten Computerverbands ACM gewählt. Gegenkandidatin war Google-Vizepräsidentin Elisabeth Churchill. Kotsis steht der Association for Computing Machinery ab 1. Juli 2020 vor. ACM ist die weltgrößte wissenschaftlichen Computergesellschaft und vernetzt rund um den Globus Informatiker aus Praxis, Wissenschaft und dem Bildungssektor.

Eine der bekanntesten Aktivitäten der ACM ist die Vergabe des Turing-Preises, der höchsten Auszeichnung für Informatiker, vergleichbar mit dem Nobelpreis oder der Fields-Medaille.

Prominente Gegenkandidatin

Gegenkandidatin von Professor Kotsis war Google-Vizepräsidentin Elisabeth Churchill. „Ich empfand bereits die Nominierung als große Ehre, mit der ich nicht gerechnet hatte. Die Prominenz meiner Gegenkandidatin von Google haben in mir ehrlicherweise nicht so große Erwartungen auf eine erfolgreiche Wahl aufkommen lassen. Umso mehr freue ich mich nun, dass ich als JKU Wissenschaftlerin und Österreicherin die erste, nicht-anglo-amerikanische Präsidentin sein werde“, sagt Kotsis, die ihre Wahl auch als internationale Anerkennung für die Informatik an der Johannes Kepler Universität Linz betrachtet.

„Größten Einfluss“

JKU Rektor Meinhard Lukas ist von diesem Erfolg beeindruckt: „Ich gratuliere zu dieser Auszeichnung. Sie ist ein herausragendes Vorbild für unsere jungen Forscherinnen und Forscher. An der JKU fördern wir den Mut und die Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen und so Innovation hervorzubringen und ein Stück weit auch nach den Sternen zu greifen. Dieses Umfeld, diese ständige Bereitschaft zur Erneuerung ist der Rückhalt für Persönlichkeiten wie Prof. Gabriele Kotsis, die dann auch in der weltweiten Forschergemeinschaft größten Einfluss haben. Ich wünsche ihr alles Gute für ihre Amtsperiode.“

Mitglieder gestalten die Zukunft

Für die Zeit ihrer Präsidentschaft möchte Kotsis das Know-how und die Expertise der ACM-Mitglieder stärker in den Fokus rücken. „Kein anderer Bereich hat mehr Einfluss auf die Gestaltung der Zukunft und der künftigen Technologie“, betont die JKU Forscherin. „Globale Probleme müssen auch global und unabhängig von Einzelinteressen in Angriff genommen werden. Egal ob Klimawandel, medizinische Forschung oder die Bewahrung der Demokratie: ACM hat das Potenzial, ethischer Vorreiter für alle Bereiche der Informatik zu sein.“

Seit 2002 an der JKU

Gabriele Kotsis wurde 1967 geboren. Sie studierte Wirtschaftsinformatik in Wien, wo sie auch zwei Doktortitel mit Auszeichnung erwarb. 2002 kam sie an die JKU, wo sie das Institut für Telekooperation leitet von 2007 bis 2015 als Vizerektorin für Forschung tätig war. Sie war Gründungsmitglied von ACM und wurde für ihre Forschung vielfach ausgezeichnet, unter anderem als „femtech Expert / Researcher of the Month“ und dem Heinz Zemanek Award.

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