Rot-blaue Mehrheit für Hängebrücken-Umwidmung

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 02.07.2020 17:42 Uhr

LINZ. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wurde mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ durch die Flächen-Umwidmung der Weg zur Hängebrücke vom Freinberg zum Zoo Linz geebnet. Für Diskussionen sorgte auch ein geplante Parkgarage beim Zoo.

Wie erwartet, stimmten SPÖ und FPÖ für die nötige Flächen-Umwidmung, alle anderen Fraktionen waren gegen das Projekt bzw. wollten diesem keinen „Freibrief“ ausstellen, da noch einige Fragen ungeklärt wären – Tips berichtete.

„Zu behaupten, dass alle negativen Bedenken des Naturschutzes ausgeräumt wären, ist frech. Ob die Umwidmung von der Oberbehörde grünes Licht bekommen würde, ist alles andere als klar“, betont die Grüne Stadträtin Eva Schobesberger am Donnerstag.  

Völlig unklar ist laut Schobesberger auch nach wie vor die Ausführung des Bauwerks. „Wenn es für die Brücke keinen Architektenwettbewerb mit klaren Vorgaben gibt, muss das Projekt vom Gestaltungsbeirat und der städtebaulichen Kommission begleitet werden. Es kann nicht sein, dass ein derart markantes Gebilde einfach nach Gutdünken des Investors errichtet werden darf. Da wird jede kleine Häuselbauerin strenger beurteilt“, gibt die Linzer Umweltstadträtin zu bedenken.

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    Freinbergpark darf nicht durch Touristen-Massen zerstört werden02.07.2020 18:39 Uhr

    Linzer wollen Donauinsel+Brücke STATT Freinberg-Hängebrücke - Wir Linzer hoffen, dass diese Umwidmung von der Oberbehörde kein grünes Licht bekommt, indem diese Behörde hoffentlich auf die Interessen der Linzer Bevölkerung mehr Rücksicht nimmt als SPÖ und FPÖ. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie oder auch im Bestreben, unnötige PKW-km mit Emissionen zu vermeiden, ist der große Park am Freinberg eine der wichtigsten Möglichkeiten für Linzer, im Grünen umweltfreundlich und ohne Stau Bewegung zu machen. Die Linzer Stadtpolitiker sollten den Linzern diese Nah-Erholungsmöglichkeit erhalten und durch Wasserflächen, Aussichtsterrassen, Ersatz der desolaten Geländer und WLAN-Empfang noch verbessern, anstatt den Freinbergpark durch Massentourismus zu zerstören. Falls diese Hängebrücke zum Freinberg gebaut wird, und die Brücke für die Investoren wirtschaftlich sein soll, ist es aus mit der Ruhe und Beschaulichkeit auf der täglichen Walking-Runde vieler Linzer im großen Freinbergpark über dem Jägermayrhof. Zukünftig würde der Park von Touristenmassen überflutet. Für den Freinberg als eines der bevorzugten Naherholungsgebiete der Linzer Bevölkerung gilt das Gleiche wie auch für den Pöstlingberg: schon heute fehlen Parkplätze für PKW. Für Busse ist kein einziger Parkplatz vorhanden! Der bestehende Linienverkehr auf den Freinberg wird die zu erwartende Anzahl der Besucher nicht ansatzweise transportieren können. Mehr Verkehr zum Freinberg, egal ob mit Bus, mit PKWs oder als Fuß-Touristen über die Brücke, will KEIN Linzer Wähler. Kein Linzer will diese in jeder Hinsicht unsinnige Hängebrücke mit der Gefahr der Vermüllung der steilen und unzugänglichen Linzer- und Urfahrwänd. Bürgermeister Klaus Luger und Stadtrat Hein sollten dies bedenken, wenn sie an die nächsten Gemeinderatswahlen denken. Solange der Linzer Bürgermeister nicht von den Touristen und den Brückenbau-Firmen gewählt wird, ist es politische Selbstzerstörung von SPÖ und FPÖ, immer wieder Projekte wie diese Hängebrücke oder das Autokino in Urfahr zu betreiben, die kein Linzer Wähler will, und im Gegenzug die Projekte, welche die klare Wählermehrheit will, zu behindern, zu beschneiden bzw. auf die lange Bank zu schieben. Eine der wichtigsten und sinnvollsten konkreten Maßnahmen zu einer Reduktion der hohen Arbeitslosigkeit [6] in Linz nach der Corona-Krise wäre daher die rasche Errichtung der Linzer Donauinsel mit einem neuen erfrischenden Donau-Seitenarm und einer weniger gigantomanischen Hängebrücke für Fußgänger und Radfahrer in Verlängerung der Wildbergstraße über die Donau. Das Projekt der Linzer Donauinsel ist als Siegerprojekt nach einem Architektenwettbewerb hervorgegangen und würde auch sehr gut zur Klimastrategie der Stadt Linz [5] passen. Die Linzer Donauinsel fand also Zustimmung von der Jury aus Stadtplanern, von allen Parteien und der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung. Laut Online-Umfrage (siehe [1]) wollen 69,71 % der Befragten eine Realisierung der "Donau-Insel" mit einem zusätzlichen Erfrischung versprechendem Seitenarm der Donau und einer Hängebrücke über die Donau [2], [3],[4].   Diese Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Verlängerung der Wildbergstraße wäre der perfekte Ersatz für die unsinnige Hängebrücke zum Freinberg. Sie würde ebenso eine Attraktion für Touristen sein wie die Freinberg-Hängebrücke, jedoch zusätzlich auch und überwiegend von den Linzern genützt und geschätzt werden. Die Radwege und Fußwege auf den 4 großen Donaubrücken sind für Radfahrer und Fußgänger wegen des extrem starken Auto-Verkehrs direkt daneben sehr unattraktiv. Daher wäre eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Verlängerung der Wildbergstraße ein sehr wichtiges Vorhaben für die Linzer. Vermutlich würde sich die Freinberg-Hängebrücke auch nie amortisieren. Durch die Nicht-Errichtung spart sich der Linzer Steuerzahler eine weitere große finanzielle Belastung nach einer drohenden Insolvenz der Brücken-Betreiberfirma. Die Linzer Stadtpolitiker der SPÖ und FPÖ haben den Linzern schon einmal Millionenverluste nach den Spekulationen auf Schweizer-Franken-Swaps beschert. Diese eine Dummheit sollte für die nächsten Jahrzehnte genug Zumutung für die Linzer sein. Hein und Luger müssen nicht immer wieder neue Dummheiten machen. Links zu weiteren Informationen: [1] https://www.linzwiki.at/wiki/Linzer_Donauinsel/ [2] https://www.linz-insel.at/das-inselprojekt [3] https://www.linza.at/donauinsel-linz/ [4] https://www.linza.at/wp-content/uploads/2018/06/Donauinsel-neu-770.jpg [5] https://www.linzwiki.at/wiki/Klimastrategie_der_Stadt_Linz/ [6] Arbeitslosigkeit in Linz: https://www.tips.at/n/508359 vom 2.6.2020

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