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LINZ. Die Sommer werden immer heißer, der Bedarf an Kühlung von Gebäuden immer größer. Um diesem Bedarf gerecht zu werden baut die Linz AG ihr Fernkälte-Netz aus und erzeugt künftig Fernkälte aus der im Sommer ungenutzten Fernwärme.

Die FKZ am Donaupark wird ausgebaut. (Foto: Linz AG/fotokerschi.at/Kerschbaummayr)
  1 / 2   Die FKZ am Donaupark wird ausgebaut. (Foto: Linz AG/fotokerschi.at/Kerschbaummayr)

Dem Ausbau der Fernwärme – die in den kalten Wintermonaten für warme Räume sorgt – kam in den 1980ern in Schwung. In den letzten Jahren stieg parallel zu den sommerlichen Temperaturen sowie zur Anzahl an Hitzetagen und „Tropennächten“ – demenstprechend gestiegen ist auch der Bedarf an Raumkühlung. Dieser kann unter anderem durch Fernkälte bedient werden. In den nächsten Jahren plant die Linz AG daher eine an Bedarf und Machbarkeit orientierte Fernkälte-Offensive.

Fernkälte als Zukunftstechnologie

Potenzial sieht Linz AG-Generaldirektor Erich Haider in der Fernkälte auch deshalb, weil diese – speziell durch den Einsatz von Drainagewasser und Fernwärme – eine umweltfreundliche, energieeffiziente und kostengünstige Alternative zu konventionellen Klimaanlagen darstellte. „Fernkälte stellt dabei eine innovative Lösung zur Gebäudeklimatisierung dar. Sie ist umweltschonend und effizient. Ich bin stolz darauf, dass wir als Linz AG diese umweltfreundliche Form der Klimatisierung anbieten können“, betont Bürgermeister Klaus Luger und unterstreicht dabei die Vorreiter-Rolle der Linz AG bei innovativen Lösungen.

Fernkälte seit 1993

Seit 1993 besteht die erste Fernkältezentrale (FKZ) der LINZ AG im Linzer Donaupark. Die perfekt ins Park-Grün eingebettete Zentrale zwischen Parkbad und Hochwasserdamm bildet die Basis für den Betrieb eines kleinen feinen Fernkältenetzes. Abnehmer der ersten Stunde ist das Krankenhaus der Elisabethinen). Das Brucknerhaus an der Donau wird seit 1995 versorgt, seit 1998 das Gebäude der Fortbildungseinrichtung ‚forte‘. Die FKZ Donaupark samt der dazugehörigen Kaltwasserleitung versorgt heute neben den oben genannten Einrichtungenauch einen Teil der Tabakfabrik. „Unsere betriebsälteste Kältezentrale im Donaupark wird gerade ausgebaut“, so Haider

Bau der dritten Fernkälteanlage

2012 wurde die in kompakter und schallgedämmter Bauweise errichtete zweite FKZ in der Linzer Friedhofstraße 1a in Betrieb genommen. Diese versorgt unter anderem das Musiktheater oder den Lux-Tower (Coulinstraße). Direkt beim Linz AG-Centerareal entsteht nun die dritte Linzer Fernkältezentrale. Insgesamt wird die Linz AG in den Fernkälteausbau rund 8 Millionen Euro investieren“, so Haider. Auch Mehrparteien-Wohnanlagen sollen künftig mir Fernkälte versorgt werden können.

Stromsparende Erzeugung

Die Linz AG macht sich bei der Erzeugung der Fernkälte dabei zwei umweltfreundliche Ressourcen zu nutze. Zum einen wird sogenanntes Drainagewasser der Donau und damit natürlich gekühltes Wasser verwendet. Zum anderen wird in der neuen FKZ in der Wiener Straße künftig Fernwärme für die Kälteerzeugung eingesetzt. Das heißt, die Antriebsenergie für die Kältemaschinen ist thermisch und kommt aus dem Linzer Fernwärmenetz. Die eingesetzte Fernwärme wiederum ist ein Produkt der Verbrennung von Abfall. Durch die Nutzung des im Sommer vorhandenen Potenzials aus der Fernwärmeerzeugung (sog. Sommerwärme) wird das Stromnetz entlastet – Stromverbrauchsspitzen werden vermieden. Der Stromverbrauch sinkt enorm.


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