WKOÖ für Wiedereinführung des Handwerkerbonus

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 09.09.2020 11:55 Uhr

OÖ. 2017 ist der Handwerkerbonus ausgelaufen, WKOÖ-Spartenobmann Michael Pecherstorfer spricht sich angesichts der Covid-19-Krise für eine Wiedereinführung aus. Bei dem Bonus sei der Förder-Euro damals versechsfacht worden.

„Die Bundesregierung wäre vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise und der Investitionszurückhaltung von Privatpersonen gut beraten, wenn sie wieder auf das bereits bewährte Instrument des Handwerkerbonus setzen würde“, so Michael Pecherstorfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKOÖ.

Förder-Euro versechsfacht

Der Handwerkerbonus (bei Vorlage von Professionistenrechungen entfällt die Mehrwertsteuer) habe sich laut Berechnung der Bausparkassen von 2016 bis Mai 2017 Arbeitsleistungen in Höhe von rund 211,5 Millionen Euro ausgelöst – bei einer Förderhöhe von lediglich 33,5 Millionen. Ein Förder-Euro habe also mehr als sechs Euro Arbeitsleistung bewirkt.

„Ein Förder-Euro hat also mehr als sechs Euro Arbeitsleistung bewirkt. Eine derartige Hebelwirkung können wohl nur wenige Förderungen vorweisen“, betont Pecherstorfer.

Viele Gewinner

Gewinner seien Konsumenten, vor allem kleine und mittlere Betriebe, Fiskus und Sozialversicherungen sowie die Regionen. „Der Handwerkerbonus schafft einen klaren Mehrwert für den Konsumenten. Deshalb müsste man den Handwerkerbonus eigentlich richtigerweise 'Konsumentenbonus' nennen“, so Pecherstorfer. Denn am meisten profitiere der private Auftraggeber von der Mehrwertsteuerreduktion auf Arbeitsleistung - Zusatznutzen: anders als beim gewerbsmäßigen Pfuscher erhält er auch Gewährleistung. Gewinner sei aber auch der Staat. „Denn die Aktion spült dem Fiskus gleich viel, wenn nicht mehr Steuereinnahmen in die Kassen - abgesehen von dem Mehr an Sozialversicherungsabgaben aufgrund des Zurückdrängens des gewerbsmäßigen Pfuschs“, so der Spartenobmann weiter. Und drittens: „Es profitieren auch unsere Gewerbe- und Handwerksbetriebe - und hier vor allem die kleinen und mittleren draußen in den Regionen.“

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