Bergschlössl-Park umgewidmet - scharfe Kritik von Umweltstadträtin

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 24.09.2020 16:54 Uhr

LINZ. Heftige Kritik gibt es für die Umwidmung des Bergschlössl-Parks, die in der September-Gemeinderatssitzung beschlossen worden ist.

SPÖ und FPÖ haben im Linzer Gemeinderat die Umwidmung der Liegenschaft mitten im historischen Bergschlösslpark beschlossen (Tips berichtete im Vorfeld über die Umwidmungs-Pläne: www.tips.at/n/515870). „Mit der heute beschlossenen Umwidmung des teilweise denkmalgeschützten Bergschlösslareals auf 'Kerngebiet' werden Tür und Tor für die Zerstörung der Grünfläche geöffnet“, kritisiert Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). So sind auf solchen Flächen laut dem oberösterreichischen Raumordnungsgesetz unter anderem öffentliche Bauwerke, etwa Büro- und Verwaltungsgebäude aber auch Handels- und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen.

Schobesberger fordert erhalt von historischem Garten

„Dafür ist der Bergschlösslpark der vollkommen falsche Ort. Unmittelbar angrenzend sind durch die PostCity und den Autobahnanschluss massive Verbauungen geplant, da braucht es jedes Stück Grün umso dringender. Da jetzt einen historischen Park, der schon einmal durch das Engagement von Bürgern gerettet wurde, auch nur anzutasten, zeigt, dass man immer noch nicht verstanden hat, worum es geht. In Richtung Klimahauptstadt so jedenfalls nicht. Schließlich sind die innerstädtischen Grünanlagen gemeinsam mit dem Grüngürtel unser wichtigster Schatz, wenn es um den Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise geht. Sie sorgen für die Kühlung und Durchlüftung der Stadt. Deshalb muss der fahrlässige Umgang mit unseren grünen Lungen endlich ein Ende finden“, bringt Schobesberger die Nachteile der Umwidmung und eines geplanten Verkaufs auf den Punkt.

Künftige Nutzung des Bergschlössls prüfen

Angesichts des wachsenden Stadtteiles wäre die Stadt gut beraten, zu prüfen, wie sie die Liegenschaft selbst nutzen kann, fordert die Umweltstadträtin. „Gerade in diesem Gebiet werden künftig zusätzliche Kinderbildungseinrichtungen benötigt. Hier bietet sich die Immobilie im Bergschlösslpark zur Nutzung an. Das wäre zukunftsorientierter als ein Verkauf und würde Schutz und Fortbestand der historischen Parkanlage sicherstellen“, schlägt Schobesberger vor.

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