Aufregung um geplante Umwidmung des Bergschlösslparks

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 09.09.2020 15:41 Uhr

LINZ. Eine Umwidmung des Bergschlösslparks, die auch den Bau einer Tiefgarage ermöglichen würde, löst Kritik aus. Der Linzer Infrastrukturreferent beruhigt: Der Park bleibe unangetastet.

Thema in der kommenden Gemeinderatssitzung ist unter anderem eine angepeilte Umwidmung des Bergschlösslpark -Areals auf „Kerngebiet“. Laut dem oberösterreichischen Raumordnungsgesetz sind auf solchen Flächen unter anderem öffentliche Bauwerke, etwa Büro- und Verwaltungsgebäude aber auch Handels- und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. „Dafür ist der Bergschlösslpark der vollkommen falsche Ort. Unmittelbar angrenzend sind durch die PostCity und den Autobahnanschluss massive Verbauungen geplant, da braucht jedes Stück Grün umso dringender. Schließlich sind die innerstädtischen Grünanlagen sind gemeinsam mit dem Grüngürtel unser wichtigster Schatz, wenn es um den Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise geht. Sie sorgen für die Kühlung und Durchlüftung der Stadt“, setzt sich die Grüne Umweltstadträtin Schobesberger für die Beibehaltung der bestehenden Widmung des Areals und den Erhalt des Parks ein.

Infrastrukturstadtrat beruhigt

Tatsächlich bleibe der Bergschlösselpark unberührt, versichert der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein: „Es ist zwar richtig, dass der Antragsteller sowohl um eine Tiefgarage als auch um Oberflächenstellplätze in diesem Bereich angesucht hat. Fakt ist aber, dass diesem Ansinnen von Beginn an eine klare Absage erteilt wurde und außerdem dies dem örtlichen Entwicklungskonzept widersprechen würde“, so Hein. Die Widmungsänderung am Bergschlössl betreffe lediglich die Sonderwidmung Bildungseinrichtung, die in eine Kerngebietswidmung umgewandelt werde. „Diese Widmung ist besonders für innenstadtnahe Strukturen geeignet, um sie für die Stadt flexibler nutzbar zu machen.“

Zukunfts-Konzept gefordert

„Diese innerstädtische Erholungsfläche rund um das barocke und idyllische Bergschlössl muss unangetastet bleiben und weiterhin für die Bevölkerung frei zugänglich und nutzbar sein“, stellt auch Vize-Bürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) unmissverständlich klar. „Einer Weiterentwicklung des Bergschlössls stehen wir grundsätzlich offen gegenüber.“ Er fordert Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) auf, dem Stadtsenat ein Konzept für die Zukunft des Bergschlössls und seiner 24.600 Quadratmeter großen Parkanlage vorzulegen – mit dem Ziel die öffentliche Zugänglichkeit des Areals auch weiterhin zu garantieren. Schließlich ist der Bergschlösslpark als ältester Park der Stadt eine beliebte Erholungsoase für die Linzer mitten in der Stadt sowie ein 300 Jahre altes Naturjuwel.“

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