Sozialistische Jugend setzte Aktion zum Recht auf Schwangerschaftsabbruch
LINZ. Die Sozialistische Jugend OÖ, der Verband Sozialistischer Student_innen Linz und die Aktion kritischer Schüler_innen OÖ setzten eine Aktion zum Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Zeitpunkt war der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November, Ort der Hauptplatz in Linz.

Frauen müssen selbst über ihren Körper bestimmen dürfen, halten die Sozialistische Jugend OÖ, der Verband Sozialistischer Student_innen und die Aktion kritischer Schüler_innen fest. Vertreter zeigten sich in roten Roben auf dem Linzer Hauptplatz. „Die rote Robe ist weltweit zu einem Symbol des Kampfes für die Rechte der Frauen geworden“, erklärt Eva Reiter, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Oberösterreich.
„Frauenrechte sind nicht in Stein gemeißelt“
Frauenrechte seien auch in Europa nicht in Stein gemeißelt. So konnte in Polen nur knapp ein absolutes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen abgewandt werden. „Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. So versuchen konservative Kräfte immer wieder das Selbstbestimmungsrecht der Frau einzuschränken. Seit Beginn der Corona-Krise steigt die Gewalt gegen Frauen massiv an. Die Frauenhäuser in Oberösterreich sind stark ausgelastet und auch das Gewaltschutzzentrum OÖ und das Autonome Frauenzentrum sind aufgrund des massiv angestiegenen Bedarfs an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Es braucht endlich mehr Gelder für den Gewaltschutzbereich“, sagt Reiter.
Die Jugendorganisation kämpfe zum Beispiel für die Ausfinanzierung von Beratungsstellen und für die Wiedereinführung der Fallkonferenzen bei Hochrisiko-Gewaltfällen, ergänzt Merima Zukan, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Linz. Vor der Abschaffung wurden diese Fälle bei Konferenzen der Polizei, Justiz und Interventionsstellen besprochen.


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