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OÖ. Weiter deutlich über dem Vorjahresniveau liegt die Arbeitslosigkeit in OÖ. 7,3 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote in OÖ im Dezember 2020, nach 6,1 Prozent im Dezember 2019. Im Jahresschnitt 2020 liegt die Quote in OÖ bei 6,5 Prozent, in beiden Fällen die niedrigste Quote im Bundesländervergleich, zeigt die AMS OÖ-Statistik. Das Corona-Jahr 2020 habe aber tiefe und nachhaltige Spuren hinterlassen.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

„Auch wenn sich der Arbeitsmarkt im Dezember besser gehalten hat als befürchtet, ist die Verunsicherung weiterhin sehr groß. Da die Dauer des derzeitigen Lockdowns noch nicht fixiert ist, lassen sich auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt noch nicht abschätzen“, erläutert die stellvertretende AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt.

7,3 Prozent Arbeitslosenquote im Dezember, niedrigste in Österreich

Die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich liegt weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Im Dezember 2020 betrug die Arbeitslosenquote in Oberösterreich 7,3 Prozent, ein Anstieg von 1,2 Prozent im Vergleich zum Dezember 2019.

Auch aber durch das Instrument der Corona-Kurzarbeit weist Oberösterreich die niedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich auf, der Österreich-Schnitt liegt im Dezember bei 11 Prozent, die höchste Quote weist Wien mit 15,7 Prozent auf.

Die Zahl der Beschäftigten lag bei 661.000 Personen (minus 4.000 bzw. 0,6 Prozent als im Vorjahr). Zugleich ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 8.763 oder 20,1 Prozent auf 52.103 gestiegen.

In Schulungen befanden sich 8.162 Personen (minus 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Höherer Anstieg bei Frauen und Älteren

Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember im Vergleich stärker an als bei Männern, um 4.561 oder 27,2 Prozent auf 21.351. Bei den Männern gab’s einen Anstieg um 15,8 Prozent oder 4.202 auf 30.752.

Deutlich stärker fiel der Anstieg auch bei Personen über 55 Jahren aus: plus 22,5 Prozent oder 1.785 mehr Arbeitslose ab 55 Jahren wurden im Vergleich zu Dezember 2019 gemeldet. Damit liegt OÖ über dem Bundeslandschnitt. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren sind um 10,5 Prozent mehr Personen arbeitslos, insgesamt im Dezember 2020 6.192.

Den größten relativen Zuwachs gibt’s in der Gruppe der 40 bis 44-Jährigen (plus 1.126 auf 5.452, plus 26 Prozent).

Offene Stellen

16.399 offene Stellen standen beim AMS OÖ Ende Dezember 2020 zur Verfügung, um 16,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Lehrstellen waren 1.336 sofort verfügbare Stellen (minus 16,4 Prozent) gemeldet. Dem gegenüber stehen 663 sofort verfügbare Lehrstellensuchende, ein Minus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2020: Nachhaltige Spuren am Arbeitsmarkt

Für das ganze Jahr 2020 weist die AMS-Statistik für Oberösterreich auch im Jahresschnitt die niedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich auf, mit 6,5 Prozent. Die Quote war damit um 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Bundesweit betrug die Quote 9,9 Prozent – um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

„Die Corona-Pandemie hat tiefe und auf längere Sicht auf nachhaltige Spuren am heimischen Arbeitsmarkt hinterlassen. Sowohl im produzierenden als auch im Dienstleistungsbereich stiegen die Vorgemerktenzahlen im Jahr 2020 massiv an“, so Schmidt.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit war quer durch die Bank in allen Altersgruppen feststellbar, am stärksten betroffen waren aber die Personen im Haupterwerbsalter von 25 bis 45 Jahren.

Im Jahresschnitt waren im Jahr 2020 46.559 Personen arbeitslos vorgemerkt – ein Plus von 36,7 Prozent oder 12.507 im Vergleich zu 2019.


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