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LINZ. Mit dem neuen Arbeitsminister Martin Kocher als Gast ging Dienstagabend die traditionelle Jahresauftaktklausur der Oberösterreichischen Volkspartei im Linzer Ursulinenhof über die Bühne. Das Arbeitstreffen fand virtuell statt. Hauptthema der Klausur: die aktuelle Arbeitsmarktsituation.

Arbeitsklausur der OÖVP (v.l.).: zugeschaltet Arbeitsminister Martin Kocher, Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer und Landeshauptmann Thomas Stelzer (Foto: OÖVP)

„Gerade in der Phase Kurzarbeit wird derzeit die Weiterbildung von Mitarbeitern noch nicht ausreichend genutzt. Letztlich wird es aber darauf ankommen, höhere Qualifikationen zu schaffen – auch mit Blick auf einen Wirtschaftsaufschwung. Demnächst werden wir wieder einen Mangel an Fachkräften beklagen. Darauf müssen wir uns jetzt vorbereiten“, führte Arbeitsminister Martin Kocher bei der OÖVP-Klausur aus.

Motto 2021: „Arbeit, Arbeit Arbeit“

Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer unterstrich die zentrale Stellung des Themas Arbeit in diesen Zeiten: „2021 lautet unser Motto: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wir werden alles tun für ein starkes Oberösterreich. Dabei geht es um Arbeitsplätze, Ausbildung, Ankurbelung.“

Oberösterreich habe zwar - wie auch aktuelle Feststellungen der Wirtschaftsforscher von Wifo und EcoAustria zeigen würden - bessere Ausgangsbedingungen für den Weg aus der Krise, Stelzer betont aber: „Das ist eine gute Basis. Aber klar ist auch: Wir schauen nicht auf Statistiken und Ländervergleiche, sondern auf Schicksale. Wir kämpfen daher um jeden Arbeitsplatz und um jeden Betrieb in diesem Land.“

Handlungsbedarf bei Langzeitarbeitslosen, Jugendarbeitslosigkeit und Weiterbildung

Zuversichtlich, dass es bei der Arbeitslosigkeit bald eine Trendwende geben könnte, zeigte sich Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Klausur: „Aktuell zählen wir 53.000 Menschen in Arbeitslosigkeit und 80.000 Menschen in Kurzarbeit. Dabei liegt insbesondere die Industrie derzeit besser als erwartet. Wir hoffen, dass die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung im Frühjahr saisonbedingt schon nach unten geht“, so Achleitner. Besonderen Handlungsbedarf sieht er in den Bereichen Langzeitarbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit und Differenzierung der Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitslose gemäß ihrem Bildungsniveau.

Der generelle Appell Achleitners: „Wir müssen die Menschen motivieren, sich weiterzubilden. Es gibt so viele Qualifizierungsangebote wie noch nie“, verweist er auch auf neue Maßnahmen, die das Land OÖ gemeinsam mit den Standortpartnern setzt.


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