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Online Redaktion, 31.01.2021 12:34

LINZ/ANSFELDEN. Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein lässt mit einer neuen Idee aufhorchen: Er schlägt ein Solarkraftwerk über der A7 Mühlkreis-Autobahn vor. Der Streckenabschnitt Bindermichltunnel – Knoten A1 würde sich sehr gut eignen. „Auf dem Weg zu erneuerbarer Energie darf es keine Tabus gebe“, so Hein.

Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein, FPÖ. (Foto: Volker Weihbold)
Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein, FPÖ. (Foto: Volker Weihbold)

„Wir müssen hier endlich in die Gänge kommen. Versiegelte Flächen wie Autobahnen würden sich für ein Solarkraftwerk besonders gut eignen und gehen nicht zulasten von Freizeit- und Erholungsflächen. Wenn wir tatsächlich die Innovationshauptstadt sein wollen, müssen wir auch bei der Energieerzeugung die Nase vorne haben“, so Hein.

Forschungsprojekt für Solarkraftwerk

Solarkraftwerke über Autobahnen könnten einen wesentlichen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiewende leisten, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein. Linz könnte hier als Testregion fungieren und hätte optimale Voraussetzungen. „Wir haben einen eigenen städtischen Energielieferanten, der auch das Know-How hätte, die Industrie und die Universität. Ein Testkraftwerk über der Mühlkreisautobahn würde sich auch anbieten, weil in den nächsten Jahren der Sicherheitsausbau stattfindet. Da könnte bereits die Tragkonstruktion in der Planung und im Bau berücksichtigt werden“, so Hein.

Bindermichl bis A1 besonders geeignet

Für ihn sei der Abschnitt zwischen Tunnel Bindermichl und Knoten A1 wegen der günstigen Lage optimal geeignet. Der Abschnitt stehe den ganzen Tag im Sonnenlicht und sei auch nicht durch Bewuchs oder Bauten beschattet. „Dieser Autobahnabschnitt erstreckt sich über eine Länge von circa sieben Kilometer und einer Breite von circa 28 Meter. Das würde einer Fläche von circa 200.000 Quadratmetern entsprechen“, rechnet Hein vor. „Es hat mittlerweile auch Gespräche mit dem Ansfeldner Vizebürgermeister Christian Partoll gegeben. Eine solche innovative Neuerung sehe ich als Chance zur übergreifenden Arbeit zwischen Linz und seinem Nachbarbezirk Linz-Land.“

Kosten und Leistungsfähigkeit abklären

Laut dem Fraunhofer-Institut würden waferbasierte Photovoltaik-Module eine Nennleistung zwischen 175 und 220 Watt je Quadratmeter erreichen. Zu klären wären die Kosten für so ein Kraftwerk, „denn die Module müssten natürlich lichtdurchlässig sein, damit den Verkehrsteilnehmern genügend Tageslicht zur Verfügung steht. Es ist natürlich auch wichtig zu wissen, welche Strommenge damit gewonnen werden kann“, erklärt Hein. „In einer Studie könnten wir viele Fragen klären. Fakt ist aber, wenn wir weniger Emissionen generieren wollen, brauchen wir auch in der Energiegewinnung neue Ideen und Konzepte.“


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