Hein kritisiert TU-Plänen als "ÖVP-Wahlkampf-Schmäh"
LINZ. Kritik an der Umsetzung der neuen technischen Uni für Oberösterreich kommt vom Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein. Er bezeichnet die Pläne als „ÖVP-Wahlkampf-Schmäh“.

Ende des Sommers 2020 haben Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bildungsminister Heinz Faßmann und der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (alle ÖVP) eine Technische Universität für Oberösterreich angekündigt (mehr unter www.tips.at/n/518740 - Technische Uni für Oberösterreich: Standort weiter unklar – mit Linz als potentiellem Standort. (Wels ring ebenfalls um die neue TU: www.tips.at/n/516786 - Wels will Universitätsstadt werden) „Die türkisen Parteigranden wollten diese Uni wohl aus dem Hut zaubern. Ohne jegliche Vorgespräche und ohne konkreten Plan wurde sie den Linzern versprochen“, kritisiert der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein. Der erste Student soll noch in dieser Legislaturperiode des Bundes, welche planmäßig 2024 endet, die Uni betreten. „Es ist alles andere als überraschend, dass die Umsetzung bereits jetzt scheinbar zeitlich in Verzug ist“, so Hein. „Wie ich schon damals erwartet habe, entpuppt sich die TU Linz als türkiser Wahlkampf-Schmäh. Noch immer hat es keine Gespräche mit den zuständigen Stellen der Stadt gegeben. Wie soll man so auf Linzer Stadtgebiet eine neue Universität realisieren wollen? Wer ernsthaft plant, eine Uni zu errichten, sollte wissen, dass dieses Vorhaben viel Zeit in Anspruch nimmt.“
Das aktuelle Szenario habe frappierende Ähnlichkeit mit der Gründung der Medizinischen Fakultät in Linz vor wenigen Jahren. „Auch damals ist mit großem Getöse ein ganz großer Wurf für Linz als Medizinstandort angekündigt worden. Mittlerweile aber verließen Fachkräfte scharenweise das Universitätsklinikum“, so der Freiheitliche abschließend.


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