"Es geht ums nackte Überleben für die Tourismusbranche"
OÖ. Die Öffnungsankündigung für Gastgärten ab 27. März schaffe nur einen kleinen Hoffnungsschimmer, aber stellt keine konkrete Lösung - kritisiert der Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband OÖ (SWV). Die Forderung daher: Das Land OÖ müsste sofort ein „sinnvolles und rentables“ Tourismuspaketes für OÖ schnüren.

„Es geht ums nackte Überleben für die Tourismusbranche. Die Öffnungsankündigung für Gastgärten ab 27. März schafft nur einen kleinen Hoffnungsschimmer, aber stellt keine konkrete Lösung, sondern weitere Probleme dar. Die seit fast einem Jahr andauernde Unplanbarkeit wird nun weiter fortgesetzt. Was ist bei Schlechtwetter? Welche Bestimmungen sind einzuhalten? Werden zusätzliche Gastgartenmöglichkeiten von Stadt und Gemeinden zur Verfügung gestellt? Wie ist die Sperrstundenregelung“, fragt SWV-Präsident Manfred Zaunbauer. Auf die Nachtgastronomie wie Discos, Bars und Co sei in den letzten zwölf Monaten vollkommen vergessen worden, kritisiert er.
Tourismuspaket für OÖ gefordert
Zaunbauer wie SWV-Tourismussprecher und Geschäftsführer der Donau Touristik GmbH Manfred Traunmüller fordern daher auch vom Land OÖ - konkret von Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer ein Tourismuspaket für Oberösterreich.
Unter den konkreten Forderungen ist die rückwirkende Einführung eines 30-prozentigen Umsatzersatzes anstelle des Ausfallbonus für die Hotellerie, bessere Planbarkeit der Kurzarbeit und dafür eine Verlängerung bis 31. Dezember für die Tourismusbranche, ein Aussetzen der Tourismusabgaben auch 2021, eine „Durchstart-Förderung“ bis zu einem Betrag von 50.000 Euro nach Vorbild Wien, die Einführung einer Sonderwerbung Inland und eine erneute, steuerfreie Corona-Prämie für Mitarbeiter in der Tourismusbranche, damit diese nicht in andere Branchen abwandern. Auch die (Wieder)Einführung einer staatlichen Trinkgeldpauschale von monatlich 100 Euro für das Jahr 2021 solle gewährt werden.
Rahmenbedingungen für Wiederöffnung der Gastro nötig
Neben Forderungen zur zusätzlichen finanziellen Unterstützung brauche es sofort Rahmenbedingungen für die Wiedereröffnung der Gastro, darunter klare Richtlinien für Personenzahlen, die Öffnung von Wintergärten müsse erlaubt werden, die Bezirkshauptmannschaften sollten berechtigt werden, individuelle Öffnungen zu gewähren. „Die Bürgermeister werden aufgefordert in ihren Gemeinden und Städten die Errichtung von Gastgärten gebührenfrei und unbürokratisch zu ermöglichen“, so Zaunbauer.


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