"Raser-Paket": Grüne fordern Maßnahmen in Linz, FPÖ kontert
LINZ. Verkehrs-Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat am Mittwoch ein Fünf-Punkte-Paket gegen Raserei vorgestellt - Tips hat berichtet. Die grüne Linzer Stadträtin Eva Schobesberger fordert nun vom Linzer Verkehrsreferenten, mit Maßnahmen für Linz nachzuziehen. Verkehrsreferent Hein kontert.

Auch in Linz gibt es immer wieder Probleme mit Autolenkern, unter anderem im Neustadtviertel. „Die Autoposer und Raser gehören endlich eingebremst. Nachdem die Ministerin mit einem Maßnahmenpaket hier einen großen Schritt macht, ist nun der Linzer Verkehrsreferent (Markus Hein, Anmerkung der Redaktion) gefordert, nachzuziehen. Speziell im Neustadtviertel braucht es bauliche Maßnahmen zur Verengung des Straßenraums, um Rasern Einhalt zu gebieten“, fordert Stadträtin Eva Schobesberger.
Gerade im Stadtgebiet, wo viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind, sei die Gefahr schwerer Unfälle besonders groß, wenn Autolenker mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. „Je breiter die Straßen, desto eher steigt die Gefahr, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Werden die Straßen verengt – etwa durch Begrünungen – sinkt auch die Geschwindigkeit“, ist Schobesberger überzeugt. Speziell im Neustadtviertel rund um den Hessenpark seien solche Maßnahmen leicht umzusetzen.
Hein: Künstlich erzeugte Einschränkungen erzeugen nur Staus
„Erfreulich“ sei, dass der Bund die Maßnahmen gegen Raser und illegale Autorennen nun umsetzen wolle, so Verkehrsstadtrat Markus Hein (FPÖ). Schobesberger brilliere in ihrer Forderung aber mit Unkenntnis. „Sie sollte wissen, dass Linz eine der wenigen Städte in Österreich ist, in der die meisten Straßen, abseits von Hauptverkehrswegen, nahezu flächendeckend verkehrsberuhigt sind. Das oberste Gebot unserer Verkehrsabteilung ist die Verkehrssicherheit. Gegen absichtliches Fehlverhalten gibt es aber keine wirksamen baulichen Maßnahmen. Da helfen nur Kontrollen und harte Strafen“, kontert Hein. Und weiter: „Künstlich erzeugte Einschränkungen, wie von Frau Stadträtin Schobesberger gefordert, bereiten nur Staus, behindern zudem auch den Öffentlichen Verkehr und gehen zulasten der arbeitenden Bevölkerung. Diese grüne Verkehrspolitik will ich in Linz sicher nicht!“ Außerdem sei die beklagte Autoposer-Problematik „größtenteils eine Begleiterscheinung der ungezügelten grünen Zuwanderungspolitik. Viele dieser Autoposer haben nämlich Migrationshintergrund. Das wissen wir aufgrund der vielen regelmäßig durchgeführten Verkehrskontrollen.“


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