Arbeitslosigkeit im März gesunken
OÖ. Eine positive Entwicklung ist derzeit am Arbeitsmarkt zu beobachten. Die Arbeitslosenzahlen sind im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen hingegen ist dramatisch.

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Februar in Oberösterreich um 8.627 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im März 5,6 Prozent (Österreichschnitt: 9,4 Prozent). Damit ist Oberösterreich das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote bundesweit.
Die Zahl der Arbeitslosen lag damit auch massiv niedriger als vor einem Jahr (-18.001; -31,1 Prozent auf 39.807 Personen). Das bedeutet, dass die Arbeitslosenquote um 2,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau liegt, aber um 0,8 Prozentpunkte höher als 2019.
Stärkerer Rückgang bei Männern
Die Arbeitslosigkeit sank bei den Männern (-11.399; -34,8 Prozent) deutlich stärker als bei den Frauen (-6.602; -26,3 Prozent). Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) zeigt sich mit -48,7 Prozent (-3.875) der mit Abstand größte Rückgang bei den Vorgemerkten-Zahlen. Bei Personen über 55 Jahre lag die Arbeitslosigkeit nur um 9,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr (-909). Die Zahl an Langzeitbeschäftigungslosen (+4.551; +50,8 Prozent) hat sich massiv erhöht. In dieser Gruppe stiegen die Vorgemerktenzahlen um 57,3 Prozent (+4.919) im Vergleich zum März 2019.
In Schulungen befanden sich 10.010 Personen (+20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im Februar 2021 waren 9.456 Personen in Schulung - was im Vergleich zum Februar 2020, dem letzten Monat vor dem ersten Lockdown - ein Plus von vier Prozent bedeutet.
Die Zahl der Beschäftigten lag bei 666.000 Personen (16.000 bzw. 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr).
2.000 offene Stellen mehr
Die Arbeitskräftenachfrage zeigt positiven Trend. So gab es im März rund 2.000 offene Stellen mehr als im Februar. Ende März standen beim AMS OÖ 22.221 offene Stellen zur Verfügung, um 4.028 bzw. +22,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 zeigt sich der Stellenmarkt somit recht stabil. Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen liegt mit -1,8 Prozent (-407) nur geringfügig unter dem Niveau von März 2019. Zudem waren 1.354 sofort verfügbare Lehrstellen (-10 bzw. - 0,7Prozent) und 545 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (-160; -22,7Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet. „Wir freuen uns über die deutlichen Rückgänge der Arbeitslosigkeit, machen uns aber Sorgen um die Langzeitbeschäftigungslosigkeit und um Menschen mit Problemlagen wie zum Beispiel gesundheitlichen Einschränkungen“, AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer. „Wir müssen es schaffen, dass diese Personen von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Anstieg der offenen Stellen ebenfalls profitieren können. Dazu gibt es das Restart-Programm des AMS gemeinsam mit dem Land OÖ.“


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