OÖ Handel sagt "Nein" zu Zutrittstests
OÖ. Die Sparte Handel der WKO Oberösterreich bekräftigt erneut ihr klares Nein zum erneuten Anlauf des Gesundheitsministeriums zu Eintrittstests im stationären Handel.

„Man könnte es dem stationären Handel kaum noch schwerer machen, für die Kunden attraktiv zu sein, falls es zur Umsetzung kommt“, spricht sich WKO-Spartenobmann Ernst Wiesinger gegen Eintrittstests im stationären Handel aus. Ausgenommen davon wären, wie kolpotiert wird, nur Geschäfte, die der Deckung der Grundbedürfnisse dienen – also all jene, die auch während der Lockdowns öffnen durften.
Wirtschaftlicher Ruin
„Viele Betriebe stehen ohnehin schon jetzt vor dem wirtschaftlichen Ruin und diese Tests wären dann der Todesstoß wegen der zu erwartenden weiteren Umsatzrückgänge“, ist Wiesinger überzeugt. Kunden, die in Geschäften bummeln und schmökern und keine Zielkäufe tätigen, würden dies wohl dann nicht mehr tun. „Weitere Umsatzverluste und damit auch Verluste an Arbeitsplätzen sind vorprogrammiert. Wir lehnen die im Raum stehenden Eintrittstests entschieden ab.“
Schutzkonzepte bereits implementiert
„Wie aus zahlreichen inländischen und ausländischen Studien ersichtlich, ist der Handel in Bezug auf Covid-Infektionen sicher. Die Mitarbeiter und Kunden tragen FFP2-Masken, halten Abstand und nützen alle zur Verfügung stehenden Hygienemaßnahmen. Viele Betriebe wenden umfassende Präventionskonzepte an und testen auch regelmäßig sich selbst und ihre Mitarbeiter“, ist Wiesinger überzeugt.
Problem mit aggressiven Konsumenten
Allerdings komme es jetzt bedauerlicherweise schon vor, dass sich Konsumenten wehren, die Maßnahmen einzuhalten. Die Mitarbeiter im Verkauf werden immer öfter mit aggressivem Kundenverhalten konfrontiert. „Es ist davon auszugehen, dass es zu einer Vervielfachung dieser Probleme kommen wird, insbesondere dann, wenn Kunden mangels mitgeführten negativem Testergebnisses zurückgewiesen werden müssen. Den Mitarbeitern im Handel ist dies nicht zumutbar. Außerdem wären diese Tests für die Betriebe nicht nur teuer, sondern auch organisatorisch nicht bewältigbar“, betont Wiesinger erneut.


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