Stadt Linz möchte ÖBB-Häuser im Franckviertel erwerben

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Insgesamt sind 249 Wohnungen im Franckviertel davon betroffen. (Foto: Stadt Linz)
Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 04.05.2021 11:30 Uhr

LINZ. Nachdem die ÖBB bekannt gaben, dass die Wohnanlage im Franckviertel aus den 1920er und 1930er Jahren verkauft werden soll, ist nun fix: Die Stadt Linz hat offiziell das Kaufinteresse der Stadt bei Bundesministerin Leonore Gewessler bekundet. Zudem wird das Areal mit der Widmung „Sozialer Wohnbau“ belegt.

Zum Verkauf stehen 27.844 Quadratmeter Grundstücke samt den darauf befindlichen Wohngebäuden am Obachplatz, an der Gölsdorfstraße, am Keißlerplatz sowie an der Füchselstraße. Insgesamt handelt es sich dabei um 17 Gebäudekomplexe mit 34 Wohnhäusern und 249 Wohnungen.

Neue Widmung „Sozialer Wohnbau“ für das Areal

Zudem wird der Linzer Gemeinderat in der nächsten Sitzung am 27. Mai die Widmung „Gebiet für den sozialen Wohnbau“ über das betreffende Areal verhängen. „Wenn die Stadt die zum Verkauf stehenden ÖBB-Häuser unter ihre Fittiche nähme, wäre die Zukunft der Bewohner gesichert. Mit der Umwidmung in ein Gebiet des sozialen Wohnbaus ziehen wir unabhängig vom Ausgang des Verkaufsprozederes ein starkes Sicherheitsnetz für Mieter ein“, sagt Infrastrukturreferent Markus Hein. 

 Luger: „Profitmaximierung entgegenwirken“

„Ich kann verstehen, dass sich die ÖBB von dieser Immobilie trennen. Es muss jedoch nicht unbedingt an jenen Bieter verkauft werden, der am meisten dafür bezahlt. Ein Kauf durch die Stadt Linz würde einem Versteigerungswettbewerb und damit einer Profitmaximierung sowie hohen Belastungen der MieterInnen entgegenwirken. Denn dabei käme ein realer Kaufpreis auf Basis eines Schätzgutachtens und nicht der Bestbieter zum Zug“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

Derzeit befindet sich noch eine Verkaufsausschreibung der ÖBB zur Veräußerung der Wohnungen in Gange. Die Abgabefrist für Angebote endet am 5. Mai. Das Stadtoberhaupt spricht sich unter dem Aspekt der Kaufintention seitens der Stadt Linz dafür aus, diese geplante Form der Veräußerung zu stoppen. Nur so können die Mieterinnen und Mieter mit bestmöglicher Sicherheit vor überhöhten Mieten geschützt werden. 

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