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LINZ. Die voestalpine in Linz hat einen Prozess zur Unterstützung einer CO2-neutralen Stahlproduktion entwickelt. Dafür erhielt sie das Schutzrecht vom Europäischen Patentamt, wie das Unternehmen in einer Aussendung bekanntgab. Dieses gilt in allen wesentlichen stahlproduzierenden europäischen Ländern.

  1 / 2   Die voestalpine in Linz hat ein Patent für ihr CO2-neutrales Material zur Stahlproduktion bekommen. (Foto: voestalpine/Lucas Pripfl)

Im Detail umfasst das Patent die Herstellung von Eisenschwamm (DRI oder HBI) im Direktreduzierungsprozess mittels grünem Wasserstoff und Biogas. Das Verfahren, das die voestalpine entwickelte, ist CO2-neutral, benötigt keinen fossilen Kohlenstoff und ermöglicht die Aufkohlung des Eisenschwamms, wodurch sich das Einschmelzen in Elektrolichtbogenöfen effizient gestaltet. Zum Patent des Vormaterials zur Stahlerzeugung sollen Lizenzen vergeben werden, auch die Weitergabe des Wissens an Lizenznehmer ist geplant. „Wir sind davon überzeugt, dass die Transformation der europäischen Stahlindustrie nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelingen kann. Wir setzen auf Kooperation und Dialog mit allen Stakeholdern“, sagt Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

CO2-Emissionen sollen um 30 Prozent gesenkt werden

Der Stahl- und Technologiekonzern strebt langfristig an, schrittweise mehr grünen Strom und Wasserstoff bei der Stahlerzeugung einzusetzen. Mit einer Hybridtechnologie unter Einsatz von Elektrolichtbogenöfen könnten die CO2-Emissionen bis 2030 um rund 30 Prozent gesenkt werden. Eine gänzlich CO2-neutrale Produktion soll 2050 erreicht werden. Das geht auf die politische Vorgabe der Klimaneutralität bis 2050 zurück, die laut voestalpine nur mit neuen Produktionstechnologien erfüllt werden könne.

Der Konzern hat bisher mehr als 3.200 Patente für Technologien und Produkte angemeldet, zentrale Bereiche sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Geschäftsjahr 2020/21 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit etwa 48.700 Mitarbeitende (Standorte in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten, Anm.). 700 davon sind in der Forschung tätig.


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