Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Am Sonntag, 1. August, ist Equal Pension Day in Österreich. Dieser Tag bedeutet, dass Männer bis dahin bereits so viel Pension erhalten haben wie Frauen bis Jahresende bekommen werden. Um auf diesen Unterschied aufmerksam zu machen, verteilte das Frauenbüro der Stadt Linz die Broschüre „Frauen und Pension“.

Frauen-Stadträtin Eva Schobesberger (Mitte) und Frauenbeauftragte Jutta Reisinger (rechts) verteilten anlässlich des Equal Pension Day 2021 die Broschüre "Frauen und Pension" auf dem Linzer Taubenmarkt. (Foto: Stadt Linz)

Im Dezember 2019 betrug das durchschnittliche Pensionseinkommen von Männern 2.024 Euro, das von Frauen 1.167 Euro (Quelle: Dachverband der Sozialversicherungsträger). Wird ausschließlich die Alterspension betrachtet, liegen die durchschnittlichen Einkommen darunter, konkret bei 933 Euro für Frauen und 1.785 Euro für Männern (Quelle: Statistik Austria). In diesem Jahr sollen Frauen durchschnittlich 978 Euro im Monat weniger Pension als Männer bekommen. „Frauen erhalten in Österreich um knapp 42 Prozent weniger Pension als Männer. Auf die bereits vorherrschende Einkommensungerechtigkeit im Erwerbsleben – Stichwort Equal Pay Day – folgt eine Pensionsungerechtigkeit. Die Zahlen sprechen für sich und zeigen klar auf, dass so genannte Frauenberufe zwar dringend notwendig sind, diese aber nach wie vor schlecht entlohnt werden“, sagt Frauen-Stadträtin Eva Schobesberger.

Teilzeitbeschäftigung und Lohnschere

Als weitere Gründe führt sie die mangelnde Aufteilung unbezahlter Arbeit an, die zu vielen Teilzeitbeschäftigungen führe, sowie die Lohnschere. Selbst Frauen mit gleicher Qualifikation und Stundenzahl würden oft schlechter verdienen als ihre Kollegen. Insgesamt sei das österreichische Sozialversicherungssystem auf vollzeiterwerbstätige Männer ohne Lücken in der Erwerbsbiografie ausgerichtet. Abweichungen von dieser Norm führen zu einer Pensionslücke. Derzeit haben Frauen durchschnittlich zehn Beitragsjahre weniger als Männer. Erklären lässt sich das in erster Linie durch betreuungsbedingte Unterbrechungen des Berufs.

Um auf diesen Unterschied bei der Pensionshöhe aufmerksam zu machen, verteilte das Frauenbüro der Stadt Linz am Donnerstag, 29. Juli, am Taubenmarkt die Broschüre „Frauen und Pension“. Diese kann auch kostenlos online bestellt werden. Darüber hinaus wurde der Öffentlichkeit das Angebot der präventiven Rechtsberatung für Frauen präsentiert. Durchgeführt wird es von Juristinnen des autonomen Frauenzentrums Linz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden