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LINZ. Für die voestalpine geht es bergauf: Der Konzern konnte im 1. Quartal 2021/22 sein operatives Ergebnis verdreifachen und erhöht Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr.

Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG (Foto: voestalpine/Andreas Hofer)
Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG (Foto: voestalpine/Andreas Hofer)

Die voestalpine konnte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (1. April bis 30. Juni) ihre positive wirtschaftliche Entwicklung, die bereits im letzten Geschäftsjahr eingesetzt hatte, weiter fortsetzen. „Die voestalpine konnte den Konjunkturaufschwung nach der pandemiebedingten Rezession im Vorjahr voll nutzen. Fast alle unsere Markt- und Produktsegmente haben sich im 1. Geschäftsquartal sehr gut“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Verbesserung in fast allen Geschäftsbereichen

Die europäische Automobilindustrie war weiterhin mit den seit Jahreswechsel bestehenden Lieferproblemen aus der Halbleiterindustrie konfrontiert, wodurch es in Folge bei einigen Automobilherstellern zu kurzfristigen Produktionsstopps kam. Dies führte jedoch zu keinem nennenswerten Rückgang der Nachfrage nach hochqualitativen Stahlprodukten der voestalpine. In den USA und China kam es für die voestalpine kaum zu halbleiterbedingten Produktionsausfällen.

Der Geschäftsbereich Bahninfrastruktursysteme verzeichnete weiterhin eine stabile Entwicklung. Im Bereich Lagertechnik erreichten die Auftragseingänge aufgrund des boomenden Online-Handels ein Rekordhoch. Lediglich der Bereich Luftfahrtindustrie konnte keine positive Entwicklung verzeichnen.

Massive Verbesserung bei Ergebnis

Die Finanzkennzahlen des voestalpine-Konzerns zum 1. Quartal 2021/22 spiegeln den wirtschaftlichen Aufschwung wider. So erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres von 2,4 Milliarden Euro auf 3,5 Milliarden Euro.

Auch die Ergebnisseite des voestalpine-Konzerns weist für das 1. Quartal im laufenden Geschäftsjahr ein deutliches Wachstum aus: Während sich das EBIT im Vorjahresquartal mit -49 Millionen Euro negativ darstellte, belief es sich im 1. Quartal 2021/22 auf 340 Millionen Euro. Das EBITDA (540 Millionen Euro) hat sich mit einem Zuwachs von 242 Prozent mehr als verdreifacht. Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 259 Millionen Euro (Q1 2020/21: -70 Millionen Euro). Das Eigenkapital stieg um 8,2 Prozent auf 6 Milliarden Euro.

Die Anzahl der Beschäftigten (Vollzeit-Equivalente) im voestalpine-Konzern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,1 Prozent von 47.894 auf 48.880.

Weiter positiver Ausblick

Trotz der zuletzt in Europa wieder ansteigenden Covid-19 Infektionszahlen wurden die Konjunkturprognosen für 2021 zusehends optimistischer. Neben weiteren Öffnungsschritten, insbesondere im Dienstleistungssektor, lassen auch Konjunkturprogramme historischen Ausmaßes eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufwärtstrends erwarten. Diese positive Einschätzung gilt auch für die wesentlichen Kunden- und Marktsegmente des voestalpine-Konzerns.

Der Vorstand der voestalpine AG geht daher – auf Basis der Ergebnisse des 1. Quartals 2021/22 und der Annahme, dass die aktuelle wirtschaftliche Dynamik anhält – nunmehr für das Geschäftsjahr 2021/22 von einem EBITDA in einer Bandbreite von 1.900 bis 2.200 Millionen Euro aus.


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