Linz AG will umweltfreundlicher und nachhaltiger werden
LINZ. 40 Prozent des Stroms der Linz AG stammen bis dato aus erneuerbaren Energien. Dieser Anteil soll sich in den nächsten Jahren erhöhen. Was darüber hinaus geplant ist, um umweltfreundlicher und nachhaltiger zu werden, wurde am Freitag, 1. Oktober, in einer Pressekonferenz vorgestellt. Grundlage ist der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht 2021.

Vor drei Jahren führte die Linz AG ein Nachhaltigkeitsmanagement ein. Ein Jahr später entstand der erste Umweltbericht, auf dem das Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogramm für das Unternehmen aufbaut. „Das Tempo freut uns. Es ist aber auch ein Gebot der Stunde, den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit für unser Wohl und das unserer nachfolgenden Generationen den erforderlichen Raum zu geben. Nachhaltigkeit bedeutet für die Linz AG nachdenken und mehr noch vor(aus)denken – Zukunft gestalten, damit es die, die nach uns kommen, mindestens so gut haben wie wir heute“, sagt Linz AG Generaldirektor Erich Haider.
Ausbau von Photovoltaikanlagen
Insgesamt sieht das Unternehmen 50 verschiedene Maßnahmen vor, um Klimaziele zu erreichen. „Als eine von vielen geplanten Maßnahmen zählt der Ausbau von Photovoltaik(PV)-Anlagen, der in vollem Gange ist. Heuer werden mehr als 54 neue Anlagen errichtet, 24 davon allein in Linz. Im Rahmen dieser Offensive wurde auch ein ganz besonderes PV-Bürgerbeteiligungsprojekt gestartet, bei dem Interessierte sogenannte 'Sonnenscheine' erwerben konnten. Damit ist man fünf Jahre lang an der PV-Anlage am Dach der neuen Hochgarage im Hafen beteiligt und so Teil eines Klimaschutzprojektes“, führt der Linzer Bürgermeister und Linz AG Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger (SPÖ) aus.
Weitere geplante Maßnahmen sind unter anderem nachhaltigere Obuslinien und im Bereich Elektromobilität eine Stabilisierung des Netzes mittels Batteriespeichern. Derzeit werden verschiedene Pilotprojekte wie Elektromobilität im sozialen Wohnbau durchgeführt und Wasserstofffahrzeuge getestet.
„Klimagerechte Stadt für alle“
„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Linz zu einer klimagerechten Stadt für alle zu entwickeln. Hierbei spielt die Linz AG natürlich eine entscheidende Rolle - egal ob es um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung oder den Schutz unseres Wassers geht“, sagt die Linzer Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Sie freue sich, dass mit dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht 2021 nun ein Bericht vorliege, das den eingeschlagenen Weg bestätige.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht 2021 im Detail
Der Bericht gibt einen Überblick über das nachhaltige Engagement des Unternehmens von 2020 bis 2021. Dokumentiert wurden sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen. Die fünf großen Schwerpunkte seien Daseinsvorsorge, Kundenservice, Mitarbeitende, Umwelt- und Klimaschutz sowie Innovation und Zukunft, schildert der Linz Energie Service Geschäftsführer Bernd Freisais. Dazu zählen beispielsweise Dienstleistungen wie die Versorgung mit Strom und Trinkwasser, die Aufbereitung von Reststoffen beziehungsweise im Bereich der Mitarbeitenden die Ausbildung von zukünftigen Fachkräften. Das Unternehmen hat derzeit mehr als 3.000 Mitarbeitende, davon 90 Lehrlinge. Die Zahl der Kunden liegt bei etwa 400.000.
Für jeden dieser Schwerpunkte wurden Ziele einschließlich einer Frist, um sie zu erreichen, sowie der Status quo festgehalten. Eine Orientierung dabei gaben die 17 Nachhaltigkeitsziele, SDGs (= Sustainable Development Goals, Anm.), der Vereinten Nationen. Laut Freisais könne das Unternehmen elf von ihnen unterstützen, zu manchen fehle der Bezug.
Nachhaltigkeitssymposium am 14. Oktober
Teil des Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichts 2021 sind zudem Analysen sowie Inputs externer Experten wie Trend- und Zukunftsforschern. Dieser Kontakt besteht auch, um sich auf das Nachhaltigkeitssymposium „DIN“ ( = Digital. Innovativ. Nachhaltig) am Donnerstag, 14. Oktober, vorzubereiten. Dort stehen Vorträge zu Klima- und Umweltschutz, Bildung, zukünftigem Wohnen und Nachhaltigkeit in Unternehmen auf dem Programm.


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