Linzer Klimaprojekte 2022: Photovoltaik-Offensive, Baumpflanzungen, Wasserstoff und mehr
LINZ. Von Photovoltaik-Offensiven über Begrünungsmaßnahmen bis hin zu neuen Wasserstoff-Technologien reichen die Klimaprojekte der Stadt Linz 2022. Das Ziel besteht darin, langfristige und nachhaltige positive Auswirkungen auf das städtische Klima zu generieren. Bereits im Vorjahr gingen zahlreiche Projekte in die Umsetzung.

Neben der Bewältigung der Folgen der Covid-19-Pandemie besitzen der Klimaschutz und wichtige Maßnahmen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, in Linz oberste Priorität. „Wir müssen jetzt ressort- und parteiübergreifend gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, damit Linz eine klimagerechte Stadt des Miteinanders wird. Dass sich acht von neun im Gemeinderat vertretenen Parteien zuletzt gegen die Ostautobahn in der geplanten Form ausgesprochen haben, ist ein ermutigendes Signal“, so Bürgermeister Klaus Luger und Klimastadträtin Schobesberger unisono.
Photovoltaik-Offensive
Ebenso setzt die Stadt Linz auf den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden für einen nachhaltigen Klimaschutz. In Kooperation mit der städtischen Immobilien-Gesellschaft und der Linz AG startet der Ausbau auf den Dächern des Design Center Linz, der Feuerwache Nord, der Edmund-Aigner-Schule am Froschberg und der Theodor-Grill-Schule in Auwiesen.
Klimafreundliches Wohnen
Das durch den Klimafonds unterstützte Pilotprojekt „Kaisergasse“ – welches aufzeigt wie klimafreundliche Energiekonzepte bei bestehenden Wohnanlagen umgesetzt werden können – geht ebenso in Phase 2 und 3 über. Nach dem ganzheitlichen Energiekonzept für bestehende Wohnanlagen sollen nun klimarelevante Maßnahmen in der Kaisergasse weitergeführt sowie ähnliche Folgeprojekte begleitet werden.
Und auch mit den Mitteln des Energiesparfonds werden neue Schwerpunkte gesetzt. Ab dem nächsten Jahr wird es einen Schwerpunkt bei der Förderung von E-Car-Sharing und der Schaffung von Ladeinfrastruktur geben. Zugleich werden die bestehenden Förderungen zur nachhaltigen Energienutzung weitergeführt.
Ziel: Grüne Industriestadt
Zentraler Grundpfeiler wird ebenso die Umsetzung der Leitlinie zur klimafreundlichen Industriestadt. Dafür benötigt es des Zusammenspiels mehrerer Akteure. Allen voran bedarf es einer breiten Unterstützung durch Land und Bund. In diesem Jahr soll jedenfalls das Hydrogen Board dafür gebildet werden. Die wichtigsten Player der Linzer Industrie, der akademischen Einrichtungen, der Verwaltung und Banken entwickeln Strategien und sorgen dafür, dass alle relevanten Handlungsfelder aufeinander abgestimmt werden. Für den Aufbau dieses Hydrogen Boards und weiterer Umsetzungsschritte sollen in diesem Jahr etwa 50.000 Euro investiert werden.
Maßnahmen zur Anpassung
Neben den Klimaschutzmaßnahmen muss gleichzeitig auch alles unternommen werden, um die Auswirkungen der Klimakrise zu lindern und die Lebensqualität für die Linzer zu sichern. Damit das gelingt, startet im kommenden Jahr der partizipative Prozess zum Linzer Klimawandelanpassungskonzept. Im Zuge dessen wird auch ein eigenes Messnetz aufgebaut, das nähere Auskunft über die mikroklimatischen Verhältnisse in den Linzer Stadtteilen geben soll.
Bereits im Jahr 2021 wurden zahlreiche Baumpflanz-Offensiven gegen Hitzeinseln gestartet. Diese sollen im Jahr 2022 ausgebaut werden. Um diese zu ermöglichen sind im Doppelbudget für das Jahr 2022 700.000 Euro und für das Jahr 2023 850.000 Euro vorgesehen. Mit dem in Umsetzung befindlichen stadtökologischen Leitprojekt sollen zudem diverse Biodiversitätsmaßnahmen gefördert werden.


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