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LINZ. Da sich die Situation mit der geplanten Einführung und der Exekution der Impfpflicht ab Februar wohl noch weiter zuspitzen wird, werden die Zutrittsbarrieren im Alten sowie im Neuen Linzer Rathaus in den nächsten Wochen erhöht. Der Empfangsbereich im Alten Rathaus am Hauptplatz wird dafür auch eigens umgebaut.  

Im Zuge der Demonstrationen gegen die Impfpflicht und Corona-Maßnahmen standen Randalierer schon einmal kurz davor, das Alte Rathaus am Hauptplatz zu stürmen, (Foto: Simlinger)

Im Zuge der Demonstrationen gegen die Impfpflicht und Corona-Maßnahmen standen Randalierer schon einmal kurz davor, das Alte Rathaus am Hauptplatz zu stürmen, auf das Neue Rathaus in Urfahr wurde sogar schon ein Brandanschlag während eines so genannten „Corona-Spazierganges“ verübt.

Rund um die Einführung der Impfpflicht im Februar und dem Ausstellen der ersten Strafbescheide ab Mitte März befürchtet man nun eine weitere Eskalation der Situation, die dazu führt, dass man die Sicherheitsmaßnahmen in den beiden Linzer Rathäusern verstärken will. Besonders im Alten Rathaus wird dies ohne einen Umbau nicht funktionieren, verrät der Linzer Bürgermeister Klaus Luger auf Tips-Anfrage: „Wir werden sicher keine Sicherheitsschleusen wie etwa im Landhaus einziehen, aber der Portier muss direkte Sicht auf die zentralen Eingänge haben, die Besucher müssen künftig alle an ihm vorbei und angeben, wo sie hinwollen und ob sie einen Termin haben oder bei wem sie angemeldet sind.“

„Müssen unsere Mitarbeiter schützen“

Für Luger stünden die jüngsten Zeichen bei den Corona-Demos auf Eskalation, wie etwa Übergriffe auf die Polizei bei der Silvesterdemo in Linz sowie bei einer Demonstration in Steyr. „Wir haben daher als Arbeitgeber die Verantwortung, unsere Mitarbeiter zu schützen, es gibt auch schon intensive Gespräche mit der Polizei für die Zeit ab März, wenn erste Bescheide für Verstöße gegen die Impfpflicht ausgeschickt werden. Hier wird es eine Hochsicherheitssituation in beiden Rathäusern geben“, kündigt der Linzer Stadtchef bereits an.

Ordnungsdienst-Mitarbeiter nur im Neuen Rathaus

Mitarbeiter des Ordnungsdienstes helfen bereits jetzt im Neuen Rathaus mit bei der Bewachung, etwa in der Impfstraße. Im Alten Rathaus werden sie trotzdem auch künftig nicht eingesetzt, wie Luger weiß: „Wir haben im Neuen Rathaus viel mehr Publikumsströme, etwa beim Bürgerservice. Dort macht diese Maßnahme auch Sinn.“

Bedenken des Tourismus, wonach Touristengruppen nicht mehr in das Alte Rathaus können, um etwa den begehbaren Stadtplan im Foyer ansehen zu können, zerstreut Luger: „Natürlich können diese Gruppen dies auch weiterhin, der jeweilige Stadtführer oder Gruppenleiter muss dies allerdings ebenso beim Portier kundtun.“

Planung wird bis Mitte Jänner abgeschlossen

Bis Mitte Jänner laufen die letzten Detailplanungen, danach soll rasch die Ausschreibung für die nötigen Umbauten erfolgen: „Der Arbeitsplatz des Portiers wird verlegt, viele Leitungen müssen etwa dafür umgelegt werden“, so Luger. Etwaige Hintereingänge, wo man in der Vergangenheit am Portier vorbei in das Alte Rathaus gelang, sind schon länger nicht mehr geöffnet, am Lieferanteneingang hinter dem Haus muss man sich ebenfalls schon länger eigens anmelden, um Einlass zu finden. Das Büro von Bürgermeister Klaus Luger selbst ist seit einigen Jahren nicht ohne Zugang durch eine eigene Sicherheitstür zu erreichen.

Bisher kaum Probleme mit Randalierern

Seit dem Jahr 2003 wurden nur in vier, fünf Fällen Probleme mit Randalierern verzeichnet. Klaus Luger hofft, dass es dabei auch bleibt: „Wir hatten auch ganz selten Menschen im Haus die glaubten, jetzt wo sie da sind, werden sie auch gleich vom Bürgermeister empfangen.“


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