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LINZ. Um die Herausforderung der wachsenden Pendlerströme in der Landehauptstadt zu meistern fand ein gemeinsames Arbeitsgespräch von Stadt und Land statt.

Symbolfoto (Foto: Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Weihbold)

Mobilität ist wichtig für Wirtschaft und Gesellschaft. Das Verkehrsaufkommen steigt seit Jahrzehnten stetig an. Die Landeshauptstadt Linz weist mehr Arbeitsplätze als Einwohner auf: Schon jetzt kommen werktags mehr als 110.000 Arbeitspendler zu ihrem Arbeitsplatz nach Linz und pendeln abends wieder zurück. Bis 2030 wird, trotz Pandemie-Folgewirkungen, mit zusätzlichen 74.000 täglichen Fahrten gerechnet. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen gesenkt werden, um eine ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Abgestimmte Strategie

„Um diese Herausforderung zu meistern, brauchen wir innovative und umweltschonende Mobilitätslösungen. Diese müssen den individuellen Bedürfnissen in der Stadt und auf dem Land gerecht werden“, unterstreichen Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier unisono. Bei den wichtigsten Mobilitätsprojekten innerhalb der Landeshauptstadt gilt es gut abgestimmt zu sein, weshalb kürzlich ein gemeinsames Arbeitsgespräch stattfand. Dabei wurden zentrale Themenfelder wie das Regional-Stadtbahn-Konzept und die Neuerrichtung des S-Bahnhofs Franckstraße im Beisein von Experten diskutiert.

Öffi-Ausbau

Neben den bisherigen fünf Linien des S-Bahnsystems sind zwei weitere Verbindungen ins Mühlviertel in Planung, welche die stark frequentierten Einpendelkorridore aus dem Mühlviertel in Richtung Linz entlasten sollen. Als zukünftige S-Bahnlinie 6 wird die Mühlkreisbahn bis zum Linzer Hauptbahnhof durchgebunden, die künftige S-Bahnlinie 7 soll über Gallneukirchen nach Pregarten führen. Beide geplanten Stadtbahnen führen direkt durch die Landeshauptstadt zum Linzer Hauptbahnhof. Um innerstädtisch optimale Umstiegs-Relationen zu gewährleisten, vernetzen neue O-Buslinien wichtige Knotenpunkte miteinander. So werden Urfahr, das Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling durch die neuen O-Buslinien effizient miteinander verbunden.

Zentraler Knoptenpunkt Lastenstraße

Ein zentraler Knotenpunkt soll im Bereich der Lastenstraße entstehen. Im Zuge des Ausbaus der Westbahnstrecke soll die Mobilitäts-Drehscheibe Franckviertel entstehen. Neben der Einbindung der neuen Linzer O-Busachsen ist vor allem eine Entlastung des Hauptbahnhofs ein Pluspunkt. Prognosen gehen davon aus, dass der neue Nahverkehrsknoten den stark überlasteten Hauptbahnhof um täglich 8.000 Fahrgäste entlasten wird. Die Planungskosten sollen zwischen ÖBB, Land OÖ und der Stadt Linz aufgeteilt werden. Diese werden rund 1,6 Millionen Euro betragen.


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