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Online Redaktion, 11.03.2022 11:52

LINZ. Beim ersten Bauabschnitt des Westrings ist Halbzeit erreicht - 2024 soll die Westring-Hängebrücke für den Verkehr verfügbar sein. Und dann will Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) endlich ein Relikt aus der Planungsphase öffnen: eine noch übrige Flasche eines eigenen Brückenbiers, das 1997 gebraut wurde. Trinken werde er es aber nicht mehr.

Landesrat Steinkellner mit dem rund 25-jährigen Brückenbier (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)
Landesrat Steinkellner mit dem rund 25-jährigen Brückenbier (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Am westlichen Ende der Landeshauptstadt Linz entsteht zwischen den felsigen Flanken des Donautals die Donaubrücke an der A26. Die Brücke kommt nun in die zweite Halbzeit. Mit einem ordentlichen Knall erfolgte diese Woche wie berichtet der letzte Tunneldurchschlag. Damit ist die Hauptröhre der Anschlussstelle Nord zur Donau hin dort durchgeschlagen, wo später ein vierspuriges Tunnelportal entstehen wird. „Das bedeutet auch, dass die Bauphase nun in die zweite Halbzeit geht. Die Montage der Fahrbahnelemente startet noch in diesem Jahr. In rund zweieinhalb Jahren soll die Brücke dann für den Verkehr nutzbar sein“, so Steinkellner.

Chronologie des Westrings

Bereits in den 70er Jahren entstanden, aufgrund der Verkehrsbelastungen im westlichen Linz, die Ideen für den Bau einer Westtangente und einer vierten Donaubrücke in Linz. Mitte der 80er Jahre starteten die Planungen rund um die vierte Linzer Donaubrücke. Im Jahr 2000 einigten sich Stadt und Land auf ein gemeinsames Projekt, das ursprünglich auch einen Lückenschluss mit der Mühlkreisautobahn A7 vorsah.

Nach politischen Beschlüssen auf Bundesebene übernimmt im Jahr 2005 die Asfinag die konkreten Planungen. Der damalige Infrastruktur-Minister Werner Faymann stellt im Jahr 2007 den Westring infrage und nahm eine Teilung des Projekts Westring in einen Nord- und einen Südteil vor.

Im Jahre 2010 brachte die damalige Infrastruktur-Ministerin Doris Bures eine Westring-Sparvariante ins Spiel, die den nördlichen Lückenschluss nicht mehr berücksichtigte. In weiterer Folge wird der Nordteil der ehemaligen Ringvariante gestrichen. Die seit 2008 laufenden Verfahren können mit zahlreichen Auflagen rund eine Dekade später abgeschlossen werden.

Im September 2018 wurde eine österreichisch-italienische Arbeitsgemeinschaft mit dem Bau des Westrings beauftragt. Nach langjährigen Planungen und Abwicklung aller Verfahren wird im ersten Bauabschnitt die A26 Hängebrücke errichtet.

„Kein Sprint, sondern Marathon“

Im Jahr 1997 wurde ein eigenes Brückenbier gebraut, mit welchem man auf den baldigen Baubeginn des Westrings anstoßen wollte. Landesrat Steinkellner hat sich das Relikt aufgehoben: „Auch wenn das ursprüngliche Spezialbier mittlerweile zum Alt-Bier mutiert ist, hat es dennoch einen starken Symbolcharakter. Die Agenden der Infrastruktur sind kein Sprint, sondern ein Marathon, für den man aufgrund des großen Verfahrensaufwands einen langen Atem benötigt. Eine effiziente Regulierung, welche den Anrainerschutz, Rechtssicherheit und eine Verfahrensbeschleunigung kombiniert sind Herausforderungen, welchen man sich auf Bundesebene hinkünftig widmen wird müssen“, so Steinkellner.

„Das Bier ist nach einer so langen Lagerung sicher nicht mehr genießbar. Mit der Fertigstellung der Westringbrücke wird das Bier aber dann endlich geöffnet und dessen Inhalt feierlich der Donau übergeben“, freut er sich auf 2024.


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