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Registrierungs- und Aufnahmezentrum für geflüchtete Ukrainer im ehemaligen Postverteilzentrum eingerichtet

Jürgen Affenzeller, 22.03.2022 18:58

LINZ. Das Land Oberösterreich hat gemeinsam mit der Polizei und dem Roten Kreuz ein Registrierungs- und Aufnahmezentrum im ehemaligen Postverteilerzentrum in Linz errichtet.  Auch Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger dankten am Dienstag gemeinsam den Einsatz- und Hilfsorganisationen für die Unterstützung.

  1 / 2   Thomas Märzinger (Rotes Kreuz OÖ), Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer, Bürgermeister Klaus Luger und Paul Reinthaler (Rotes Kreuz Linz) im ehemaligen Postverteilerzentrum (Foto: Peter C.Mayr)

 In den letzten Wochen sind aufgrund des Krieges in der Ukraine bereits über 5.000 ukrainische Flüchtlinge in Oberösterreich angekommen. Bisher wurden rund 2.600 Registrierungen von der Polizei durchgeführt, die notwendig sind, um den Vertriebenen-Status und damit Zugang zu Leistungen und dem Arbeitsmarkt sicherzustellen.

Das Land Oberösterreich hat nun gemeinsam mit der Polizei und dem Roten Kreuz ein Registrierungs- und Aufnahmezentrum im ehemaligen Postverteilerzentrum in Linz errichtet.  Das AMS erhebt vor Ort Kompetenzen und Fähigkeiten der geflüchteten Ukrainer. LR Wolfgang Hattmannsdorfer und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger verschafften sich vor Ort gemeinsam mit Rotem Kreuz und Polizei einen Überblick und dankten den Einsatz- und Hilfsorganisationen für ihre Unterstützung.

Notschlafquartier mit 200 Betten

Das ehemalige Postverteilerzentrum in Linz dient ab sofort als eine zentrale Drehscheibe in der Versorgung von ukrainischen Flüchtlingen in Oberösterreich. Neben der Registrierung, befindet sich dort ein Notschlafquartier mit 200 Betten, sowie entsprechende Einrichtungen für Gesundheitschecks und Covid-Beratungen. Das AMS erhebt vor Ort die Kompetenzen und Fähigkeiten (Ausbildung, Sprachen, etc.) der Ukrainer/innen. Gemeinsam mit dem Help-Point der Caritas ist das Areal rund um den Hauptbahnhof damit die zentrale Hilfs-Drehscheibe. 

Dank für den Einsatz und Unterstützung

Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger machten sich selbst ein Bild vor Ort. Dabei konnten sie sich vom Engagement und Einsatz vieler Freiwilliger, dem Roten Kreuz und Polizei überzeugen. Mit viel Herzblut wird in der Notschlafstelle im Postverteilerzentrum versucht, den geflüchteten Frauen und Kindern ein möglichst angenehmes Umfeld zu bieten.

Aufnahmezentrum und Versorgungsangebote

Neben der Registrierungsstelle befindet sich im ehemaligen Postverteilerzentrum ein Aufnahmezentrum mit zusätzlichen Notbetten, sowie Gesundheitschecks, Apotheke und weiteren Angeboten. Bei der Notschlafstelle im Postverteilerzentrum wurde darauf geachtet, kleinere Schlafeinheiten mit bis zu maximal 15 Betten zu schaffen. Gesamt stehen 200 Betten zur Verfügung. Dafür wurden in den letzten Tagen vom Roten Kreuz Büroräumlichkeiten entsprechend adaptiert und zu einem Aufnahmezentrum mit weiteren Versorgungseinrichtungen wie beispielsweise eigener Apotheke, Arztzimmer für Gesundheitscheck, Covid-Impfberatungen, Speisesaal, Kinderspielzimmer und weiteren Versorgungsangeboten umgebaut.

Bisher 1.200 Personen privat vermittelt

Aus der Notschlafstelle werden die Ukrainer/innen möglichst rasch an private Unterkünfte weitervermittelt. Bisher wurden hier rund 1.200 Personen in Oberösterreich vermittelt. Wohnmöglichkeiten für geflüchtete Ukrainer/innen werden dringend benötigt und können über die Website des Landes Oberösterreich online gemeldet werden. www.ooe.gv.at/ukraine  


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