The Perfect Match: Linzer Wirte treffen ukrainische Geflüchtete
LINZ. Die Linzer Hotspots-Wirte und der Hilfsverein „Point of Ukraine“ haben nun ein gemeinsames Projekt gestartet: Sie bringen geflüchtete Ukrainer, die in der Tourismusbranche Arbeit suchen, mit Wirten, die vom Arbeitskräftemangel betroffen sind, zusammen.

Der Arbeitskräftemangel ist für die heimischen Gastronomie- und Tourismusbetriebe ein ernsthaftes Problem. Auf der anderen Seite stehen geflüchtete Ukrainer, die arbeiten wollen und bereits eine blaue Karte - also einen Ausweis für Vertriebene - haben . Die Linzer Hotspots-Wirte und der Hilfsverein „Point of Ukraine“ haben nun Wirte und Geflüchtete zusammengebracht. „Das ist eine total logische Synergie“, erzählt Michael Nell, Obmann der Hotspots-Wirte und Gastronom des Schwarzen Bären, in dessen Hotel Geflüchtete auch schon Unterkunft fanden. „Ich habe das gleich einmal ausgeschrieben und die Unternehmer haben sich alle zurückgemeldet und waren höchst interessiert.“ So kam es bereits zu einem ersten Treffen zwischen interessierten Ukrainern und Unternehmen.
Win-Win-Situation
„Das Feedback war sehr positiv“, erzählt Oksana Kuzo vom Verein „Point of Ukraine“. Denn: Wird der offizielle Weg beschritten, müssen die Geflüchteten erst warten, bis sie eine Sozialversicherungsnummer haben, bevor sie sich arbeitssuchend melden können. Wenn ein Arbeitgeber selbst die künftige Arbeitskraft anmeldet, ist dies jedoch nicht der Fall. „Es waren mehrere Damen da, die eine Ausbildung haben im Bereich Service oder Barista, aber auch Etage - also Reinigung“, so Nell. „Das sind wissbegierige Leute, die sagen, sie möchten sich ein Leben aufbauen, sie möchten Deutsch lernen, das bekommt man sofort mit. Eine Dame hatte zum Beispiel auch Erfahrung an der Rezeption in einem Kettenhotel in der Ukraine. Das ist die selbe Kette wie bei uns. Da hat sich eine Kollegin wirklich sehr gefreut, weil sie festgestellt hat ‚Die kennt unser System schon!‘.“
Zudem hat Oksana Kuzo noch eine Liste mit Interessierten erstellt: „Das sind schon über 60 Leute.“ „Diese Liste habe ich jetzt bei mir“, ergänzt Nell. „Es kommen jetzt auch noch weitere Unternehmer dazu, die am Freitag keine Zeit gehabt haben.“


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